Goetz Jaeger

deutscher Dramaturg und Drehbuchautor

Goetz Jaeger (* 31. Juli 1934 in Fulda; † März 2021[1]) in Berlin war ein deutscher Dramaturg und Autor.

Leben und WirkenBearbeiten

Jaeger besuchte in Berlin und Warnemünde die Schule. In Rostock legte er das Abitur ab und studierte dort anschließend Germanistik mit Diplom-Abschluss.[2] Nach dem Studium war er als Dramaturg, Regieassistent und Schauspieler am Volkstheater Rostock tätig.[2] Danach wechselte er als Leiter der Solistengruppe und Regisseur an das Erich-Weinert-Ensemble Berlin.[2]

Seit 1967 war er Dramaturg und Autor beim Fernsehen der DDR (DFF).[2] Später war er ausschließlich als Autor vorwiegend heiterer Fernsehspiele tätig – u. a. Serien wie Maxe Baumann (1976 bis 1982) und Drei reizende Schwestern (1984 bis 1991) stammen aus seiner Feder.[2] Nach der Wende bekam er keine Aufträge mehr, musste sich nach und nach ins Privatleben zurückziehen und von seinen Tantiemen leben.[2] Seine Fernsehstücke werden auch heute noch wiederholt, vorwiegend in den dritten Programmen der ARD.[3] 1986 wurde das Musical Ferien mit Max mit seinen Texten und der Musik von Gerhard Siebholz im Berliner Metropol Theater uraufgeführt. Kurz darauf erschien von den beiden Autoren der musikalische Revue-Film Maxe Baumann aus Berlin, dem Spielfilm der gleichnamigen Lustspiel-Reihe, welcher im Berliner Kino "Kosmos" uraufgeführt wurde.

Nach der Wende war die Auftragslage schlecht: „Zwei Jahre lang probierte ich erfolglos, Stoffe unterzubringen. Statt weiter ‚hausieren‘ zu gehen, ging ich so schließlich in den Vorruhestand.“ Dank seiner Tantiemen konnte Goetz Jaeger seitdem ein auskömmliches Leben führen.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. SUPERillu - Wie SuperIllu erfuhr, ist der Autor Goetz Jaeger im Alter von 86 Jahren gestorben. Er schuf legendäre Lustspiel-Reihen wie die über Maxe Baumann und: „Drei reizende Schwestern“. Abgerufen am 3. Februar 2022.
  2. a b c d e f Björn Wolfram: Goetz Jaeger: Der Erfinder von Maxe Baumann wird 85. Super Illu, 31. Juli 2019, abgerufen am 30. Dezember 2019.
  3. mdr.de: Adlershofer Fernsehschwänke | MDR.DE. Abgerufen am 30. Dezember 2019.