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Gewinnspanne

Verhältnis von Umsatz und Gewinn, d.h. welcher Prozentsatz des Umsatzes als Gewinn für das Unternehmen verbleibt

Die Gewinnspanne (englisch profit margin) ist eine betriebswirtschaftliche Kennzahl, die Aussagen über die Rentabilität von Unternehmen macht.

AllgemeinesBearbeiten

Die Definition der Gewinnspanne ist uneinheitlich, denn es hängt von den gewählten Bezugswerten ab, wie die Gewinnspanne ermittelt wird. Diese richten sich insbesondere nach dem Wirtschaftszweig, so dass branchenbedingte Eigenheiten zu berücksichtigen sind. Generell gilt, dass die Gewinnspanne Einblick in die Ertragslage geben soll.[1] Die Gewinnspanne im Wertschöpfungskettenkonzept von Michael E. Porter ergibt sich seinem Buch Competitive Advantage (1985) zufolge aus der Differenz des Gesamtwertes der Wertaktivitäten (Marktpreis) und der Gesamtkosten.[2] Nach Porters Terminologie ist mithin die Gewinnspanne der „Wert“ (Umsatzerlös) abzüglich der Kosten und damit eine absolute Größe. Geläufige Bezugswerte sind der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT), der EBITDA oder der Netto-Verkaufspreis abzüglich der Selbstkosten.

BerechnungBearbeiten

Ausgangspunkt bei der absoluten Darstellung ist der Brutto-Verkaufspreis:[3]

   Brutto-Verkaufserlös
   - Rabatte/Boni/Skonti
   - Umsatzsteuer
   = Netto-Verkaufserlös 
   - Einstandspreis
   = Brutto-Gewinnspanne 
   - Selbstkosten
   = Netto-Gewinnspanne

Im Handel wird die Ware nicht weiterverarbeitet, so dass der Warenwert die geeignete Kalkulationsgrundlage darstellt.[4] Zu unterscheiden ist zwischen der Brutto-Gewinnspanne und der Netto-Gewinnspanne. Die Differenz zwischen dem Warenwert im Verkauf (Netto-Verkaufserlös) und dem Warenwert im Einkauf (Einstandspreis) ist die Brutto-Gewinnspanne und gilt als zentrale Kennzahl im Handel. Bei der Netto-Gewinnspanne sind zusätzlich die Selbstkosten (Personalkosten, Raumkosten, Lagerkosten, Abschreibungen) zu berücksichtigen.

Aussagekräftiger als diese absoluten Zahlen ist der Anteil dieser Gewinnspanne am Netto-Verkaufspreis oder an den Selbstkosten:

 
 

Je höher die prozentuale Gewinnspanne eines Unternehmens ausfällt, umso günstiger ist seine Rentabilität einzustufen.

BedeutungBearbeiten

Die Gewinnspanne interessiert den Unternehmer bei der betriebsinternen Preiskalkulation und die Konkurrenz bei Betriebsvergleichen. So liegt etwa die Bruttogewinnspanne für Handelswaren im deutschen Einzelhandel seit vielen Jahren knapp über 30 % und erreichte 2014 allgemein 31 %,[5] bei Getränken lag sie konkret bei 28,8 %.

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten