Gewinderohr

Rohr mit Rohrgewinde

Ein Gewinderohr ist ein Rohr mit aufgewalztem oder aufgeschnittenem Rohrgewinde.

InstallationstechnikBearbeiten

Die in der Gas- und Wasserinstallationstechnik als Gewinderohre bezeichneten Rohre haben einen Außendurchmesser, der sich aus den traditionell zur Verbindung von Rohren eingesetzten Whitworth-Rohrgewinden ergibt, aber weder ins metrische noch ins zöllige Maßsystem passt.

Diese noch weit verbreiteten Gewinderohre sind in der DIN EN 10255 (Ausgabe 11.2004) genormt, welche eine mittlere Reihe (M) und eine schwere Reihe (H) definiert.

Zuvor bestanden die Normen

  • DIN 2439 · Ausgabe 5.1961 für Gewinderohre, leicht. Diese Rohre werden heute kaum noch verwendet.
  • DIN 2440 · Ausgabe 6.1978 für Stahlrohre, konkret Mittelschwere Gewinderohre, die in Vorläufernormen auch als Flußstahlrohre und Gewöhnliche Gewinderohre (Gasrohre) bezeichnet wurden
  • DIN 2441 · Ausgabe 6.1978 für Stahlrohre, konkret Schwere Gewinderohre

Gewinderohre nach diesen Normen werden in nahtloser oder geschweißter Ausführung angeboten. Letztere sind in der Regel an einem feinen, längs verlaufenden Streifen erkennbar, der die Stelle markiert, an welcher das Blech bei der Herstellung zusammgengerollt und verschweißt wurde.

Für Wasserinstallationen wurden bislang vielfach verzinkte Rohre eingesetzt. Da diese zur Verkalkung neigen, werden sie in Gebieten mit erhöhter Wasserhärte weitgehend durch Kunststoff- und Edelstahlrohre ersetzt.

Für Heizungsinstallationen werden die rohen Stahlrohre verwendet, die als schwarze Rohre bezeichnet werden, da sich die Zinkschicht in Heizungsanlagen auflöst und als Schlamm absetzt.

Rohre in größeren Durchmessern werden meist verschweißt oder durch Flanschverbindungen verbunden. Zu diesem Zweck werden auch Siederohre verwendet.