Hauptmenü öffnen
Ausschnitt aus dem Titelblatt der Ausgabe für Klavier, ca. 1880
Zither solo partitur.

Geschichten aus dem Wienerwald ist ein Konzertwalzer op. 325 von Johann Strauss (Sohn). Uraufgeführt wurde er unter dem Titel „Geschichten aus dem Wienerwald“ [sic, also mit Anführungszeichen] zum Novitätenfest mit Feuerwerk zum Benefiz von Josef und Eduard Strauß unter Mitwirkung von Johann Strauss im k. k. Volksgarten von der Strauss-Kapelle unter Leitung von Johann Strauss am 19. Juni 1868.[1] Interpret des Zithersolos war Anton J. Paschinger (1825–1900).[2]

Das Stück ist eine Walzerfolge aus fünf Walzern mit der Zither als hervorgehobenem Solo-Instrument in der Introduktion und der Coda. Zur Zeit der Entstehung war der Walzer schon längst vom anrüchigen Dorftanz zum hochgeachteten Gesellschaftstanz aufgestiegen. Die Namensgebung sollte die Herkunft des Tanzes aus der Volksmusik des Wienerwald-Gebiets in Erinnerung bringen. Johann Strauss erinnert im Walzer II/1 motivisch an den Walzer Die Schwalben (op. 208) seines Vaters (dort Walzer III/1).[1]

Der Wiener Zitherspieler Anton Karas hatte Geschichten aus dem Wienerwald jahrzehntelang im Repertoire.

Inhaltsverzeichnis

AnmerkungenBearbeiten

Der Walzer wurde dem Fürsten Constantin zu Hohenlohe-Schillingsfürst, gewidmet, dem damaligen Obersthofmeister am Wiener Kaiserhof. Adolf Müller hat Teile dieses Werkes in der von ihm nach Johann Strauss Motiven zusammengestellten Operette Wiener Blut verwendet.

Die Spieldauer beträgt auf der unter Einzelnachweisen angeführten CD 16 Minuten und 35 Sekunden. Je nach der musikalischen Auffassung des Dirigenten kann sich diese Zeit um bis zu etwa einer Minute plus oder minus verändern.[3]

TheaterstückBearbeiten

In Anspielung auf diesen Walzer schrieb der österreich-ungarische Dichter Ödön von Horváth 1931 das Theaterstück Geschichten aus dem Wiener Wald. Die kaum merkliche Änderung der Rechtschreibung wird in Zitaten und Verfilmungen oft übersehen.

Hauptartikel: Geschichten aus dem Wiener Wald

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Wiener Institut für Strauss-Forschung: Strauss-Elementarverzeichnis. Thematisch-Bibliographischer Katalog der Werke von Johann Strauß (Sohn). Verlag Hans Schneider, Tutzing, 1997, ISBN 3-7952-0873-4, (Band 7), S. 508.
  2. Biographie A. J. Paschinger auf Wiener-Zither.at
  3. Quelle: Englische Version des Booklets (Seite x) in der 52 CDs umfassenden Gesamtausgabe der Orchesterwerke von Johann Strauß (Sohn), Hrsg. Naxos (Label). Das Werk ist als sechster Titel auf der 21. CD zu hören.

WeblinksBearbeiten