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Georg Franz (* 9. Januar 1965 in Raubling) ist ein ehemaliger deutscher Eishockeyspieler und heute -trainer.

KarriereBearbeiten

Franz ist einer der berühmtesten Söhne des Straubinger Eishockeys. Er begann seine Karriere bei den Knaben des TSV Straubing. Als Elfjähriger fing er in Straubing an, Eishockey zu spielen, und schaffte mit 17 Jahren den Sprung in die Profimannschaft. Er durchlief auch sämtliche Nachwuchsnationalmannschaften. Nachdem der nachmalige EHC Straubing durch den Konkurs in die Bayernliga absteigen musste, wechselte Franz 1983 zum SB Rosenheim in die Bundesliga. Dort spielte der Stürmer neun Jahre sehr erfolgreich unter anderem auch mit dem späteren Bundestrainer Hans Zach und wurde zweimal deutscher Meister. Zudem ist er bis heute mit 220 Treffern der erfolgreichste Torschütze des Sportbunds Rosenheim. In seiner Rosenheimer Zeit wurde er auch Nationalspieler, 1988 wurde der Rechtsschütze in das All-Star-Team der Bundesliga gewählt.
Zur Saison 1992/93 unterschrieb Franz beim EC Hedos München. In der Saison 1993/94 wurde der gebürtige Oberbayer mit dem Münchnern Deutscher Meister.
Nach dem Meistertitel ging Franz zum EV Landshut. Gleich in der ersten Saison erreichte er mit dem Landshutern das Play-Off-Finale, allerdings musste man sich dem Kölner EC geschlagen geben.
Nach drei Jahren in Landshut und insgesamt 14 Jahren in der höchsten deutschen Spielklasse wechselte Franz zum ERC Sonthofen in die damalige Hacker-Pschorr-Liga. Nach dem Konkurs des ERC kehrte er nach einer Saison im Herbst 1998 nach Straubing zurück. Für die Straubing Tigers spielte er vier Jahre, trotz vieler Verletzungen absolvierte er 208 Spiele in der Oberliga und der 2. Bundesliga. Als Kapitän führte er die Straubinger 2000 in die 2. Bundesliga. Nachdem er in der Saison 2001/02 wegen mehrerer Verletzungen nicht mehr alle Punktspiele bestreiten konnte, beendete der mittlerweile 37-Jährige seine Karriere.

Dem Straubinger Eishockey blieb Franz allerdings als Hauptamtlicher Nachwuchstrainer des EHC Straubing erhalten. Unter seiner Regie war ein deutlicher Aufwärtstrend im Nachwuchs zu verzeichnen. 2006 betreute er zudem die deutsche U18-Nationalmannschaft. Von 2007 bis 2009 war Franz neben Jürgen Rumrich zusätzlich Co-Trainer der Straubing Tigers.

ErkrankungBearbeiten

Am 4. Februar 2008 erlitt Georg Franz bei einem Nachwuchsturnier in Ingolstadt an der Bande einen Schlaganfall. Nach einer Notoperation besserte sich sein Zustand rasch. Im April 2008 gab die Führung der Straubing Tigers bekannt, weiterhin mit Georg Franz als Co-Trainer zusammenarbeiten zu wollen.

KarrierestatistikBearbeiten

Reguläre Saison Playoffs
Saison Team Liga Sp T V Pkt SM Sp T V Pkt SM
1982/83 EHC Straubing 2. Bundesliga 31 24 9 33 6
1983/84 SB Rosenheim Bundesliga 30 5 7 12 12
1984/85 SB Rosenheim Bundesliga 33 22 15 37 12 9 5 2 7 4
1985/86 SB Rosenheim Bundesliga 42 21 17 38 12 9 6 4 10 0
1986/87 SB Rosenheim Bundesliga 44 15 15 30 29 9 3 4 7 2
1987/88 SB Rosenheim Bundesliga 49 33 25 58 48 14 9 5 14 22
1988/89 SB Rosenheim Bundesliga 33 29 16 45 28 11 6 8 14 12
1989/90 SB Rosenheim Bundesliga 26 20 17 37 10 11 8 2 10 6
1990/91 SB Rosenheim Bundesliga 33 29 15 44 12 11 3 4 7 10
1991/92 SB Rosenheim Bundesliga 42 21 20 41 22 10 3 3 6 4
1992/93 EC Hedos München Bundesliga 44 15 13 28 28 4 0 1 1 2
1993/94 EC Hedos München Bundesliga 44 11 7 18 10 10 3 1 4 6
1994/95 EV Landshut DEL 40 21 15 36 83 18 9 7 16 12
1995/96 EV Landshut DEL 39 16 15 31 24
1996/97 EV Landshut DEL 48 7 16 23 16
1997/98 ERC Sonthofen 1. Liga Süd 54 29 27 56 38
1998/99 EHC Straubing 1. Liga Süd 37 11 15 26 24
1999/2000 EHC Straubing Oberliga Süd 61 24 21 45 40
2000/01 EHC Straubing 2. Bundesliga 30 4 7 11 14
2001/02 EHC Straubing 2. Bundesliga 45 5 14 19 24
DEL gesamt 127 44 46 90 123 18 9 7 16 12

(Legende zur Spielerstatistik: Sp oder GP = absolvierte Spiele; T oder G = erzielte Tore; V oder A = erzielte Assists; Pkt oder Pts = erzielte Scorerpunkte; SM oder PIM = erhaltene Strafminuten; +/− = Plus/Minus-Bilanz; PP = erzielte Überzahltore; SH = erzielte Unterzahltore; GW = erzielte Siegtore; 1 Play-downs/Relegation)

Erfolge und AuszeichnungenBearbeiten

  • Deutscher Meister 1985, 1989 und 1994
  • 135 Spiele für die deutsche Nationalmannschaft
  • Aufnahme in die Hall of Fame des deutschen Eishockeymuseums 2007
  • Wahl zum besten Stürmer der Straubinger Jahrhundertauswahl 2000
  • 2012 Wahl zu "Straubings Top Ten" – Die besten Sportler der letzten 50 Jahre

WeblinksBearbeiten