Gedächtniszelle

Zellen des immunologischen Gedächtnises

Gedächtniszellen sind Zellen des Immunsystems. Sie sind verantwortlich für das immunologische Gedächtnis im Körper von höheren tierischen Lebewesen. Man unterscheidet T-Gedächtniszellen und B-Gedächtniszellen.

  • Bei B-Gedächtniszellen handelt es sich um spezialisierte B-Zellen, die aus aktivierten B-Zellen hervorgehen. Bei erneutem Kontakt mit demselben Antigen werden sie sofort aktiviert und können innerhalb weniger Stunden eine Immunreaktion auslösen, die ein Ausbrechen einer Infektion verhindert. Gedächtniszellen können so über Jahre einen Impfschutz aufrechterhalten.
  • Auch T-Lymphozyten können nach ihrer Aktivierung zu Gedächtniszellen, den sogenannten T-Gedächtniszellen, differenzieren.

Thukydides erkannte in der westlichen Welt als erster,[1] dass eine überstandene Krankheit ein immunologische Gedächtnis hervorrufen kann:

«δὶς γὰρ τὸν αὐτόν, ὥστε καὶ κτείνειν, οὐκ ἐπελάμβανεν.»

„[Z]weimal nämlich ergriff [die Krankheit] denselben, so dass sie ihn auch getötet hätte, nicht.“

Thukydides: Geschichte des Peloponnesischen Krieges, Buch II, 51.6[2]

LiteraturBearbeiten

  • Charles A. Janeway jr. u. a.: Immunologie. 5. Auflage. Spektrum Akademischer Verlag GmbH, Heidelberg, Berlin 2002, ISBN 3-8274-1078-9.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Francesco M. Galassi, Luigi Ingaliso, Elena Varotto: The Covid-19 pandemic as a communication responsibility and opportunity for paleopathology. In: Flinders University. Juni 2020, abgerufen am 3. Mai 2021 (englisch).
  2. Ιστορία του Πελοποννησιακού Πολέμου/Β