Der Fukareksee ist ein inzwischen mit der Ostsee verbundener Brackwassersee am Darßer Ort auf dem Gebiet der Gemeinde Born a. Darß im Landkreis Vorpommern-Rügen, Mecklenburg-Vorpommern.

Fukareksee
Darß.jpg
Darßer Ort, der Fukareksee am mittleren linken Bildrand
Geographische Lage Landkreis Vorpommern-Rügen, Mecklenburg-Vorpommern
Abfluss Durchlass zur Ostsee
Ufernaher Ort Prerow
Daten
Koordinaten 54° 28′ 46″ N, 12° 31′ 39″ OKoordinaten: 54° 28′ 46″ N, 12° 31′ 39″ O
Fukareksee (Mecklenburg-Vorpommern)
Fukareksee
Höhe über Meeresspiegel m ü. NHN
Fläche 9,3 ha
Länge 0,78 kmdep1
Breite 0,2 kmdep1

Der längliche, nach Süden spitz zulaufende See hat eine ungefähre Fläche von 9,3 Hektar bei einer Länge von 780 Meter und einer maximalen Breite von 200 Meter. Er liegt in der Schutzzone I (Kernzone) des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft und ist nicht direkt zugänglich. Etwa 150 Meter entfernt von seinem Westufer befindet sich eine Aussichtsplattform, die an einem Rundwanderweg liegt.

Im "Nationalpark-Info" Nr. 6 wurde im September 1996 vorgeschlagen, den bis dahin namenlosen See zu Ehren von Franz Fukarek nach diesem zu benennen. Fukarek hat wesentliche naturkundliche Erkenntnisse zum Darß beigetragen[1].

EntstehungBearbeiten

Durch Sandablagerung und Nehrungsbildung wurde in den 1980er-Jahren ein Teil der Ostsee abgetrennt, hinter einem schmalen Strandwall entstand ein neuer See. Ursprünglich hatte dieser an seinem Südende noch Verbindung zum Nothafen Darßer Ort, bevor auch diese Verbindung versandete. Im letzten Jahrzehnt entstand wieder ein Durchlass zur Ostsee, diesmal an seinem Nordende. Inzwischen ist der trennende Strandwall auf etwa zwei Dritteln seiner Länge abgetragen, sodass aus dem See wieder eine Meeresbucht geworden ist (Stand: 2013).

 
Küstenveränderung am Darßer Ort 1835–2007, der Fukareksee etwas nordöstlich der Kartenmitte

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Schulz, Friedrich: Forschungsauftrag: Die Pflanzenwelt der Halbinsel Darß. Erinnerungen an den Greifswalder Botanikprofessor Franz Fukarek. 52 S. Scheunen-Verlag Kückenshagen 2003. ISBN 3-934301-72-X

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Schulz, F. (2002:41f.)

WeblinksBearbeiten