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Freigeister

Operette in 2 Akten von Franz von Suppé

Freigeister ist eine Operette in 2 Akten von Franz von Suppé. Das Libretto stammt von Karl Costa.

Die Operette spielt im Handwerkermilieu des 16. Jahrhunderts und handelt u. a. von einem Liebespaar, welches zunächst durch ein gegebenes Versprechen vom Vater des Mädchens nicht zusammenkommen kann. Bemerkenswert ist, dass der Librettist dabei die Auswüchse des politischen Freiheitsdrangs seiner Zeit parodiert, indem er einen politischen Wirrkopf in die Handlung einfügt, der zu einem Bund der Freigeister für einen „allgemeinen Communismus“ aufruft.

Von der Musik ist heute nur noch die Ouvertüre bekannt. Diese ist in weiten Teilen identisch mit der Ouvertüre zur Operette Das Modell, welche 1895 nach dem Tod Suppés posthum von anderer Hand fertiggestellt wurde. Weitere Vergleiche mit der Galathée-Bearbeitung von 1967 durch Paul Angerer, der angibt, dass er u. a. die beiden Finali aus dem „Modell“ übernommen habe und die wiederum identisch sind mit der Freigeister-Ouvertüre sind, lassen darauf schließen, dass wesentliche Teile dieses Nachlasswerkes aus den Freigeistern entnommen wurden.

LiteraturBearbeiten