Forces Nouvelles de Côte d’Ivoire

politische Partei
General Bakayoko bei der Inspektion von Truppen der Forces Nouvelles (Januar 2009)
Kämpfer der Forces Nouvelles (2005)

Die Forces Nouvelles de Côte d’Ivoire (Deutsch: Neue Kräfte) kurz FN oder FNCI waren eine Rebellenkoalition der Elfenbeinküste.

GeschichteBearbeiten

Die FN bildeten sich zwischen Dezember 2002 und Anfang 2003, während des Bürgerkriegs 2002–2007, aus den Gruppen Patriotic Movement of Côte d’Ivoire (MPCI), Mouvement populaire ivoirien du Grand Ouest (MPIGO) und Mouvement pour la justice et la paix (MJP) unter der Führung von Guillaume Soro[1]. Sie beherrschen seitdem die Nordhälfte des Landes (Stand März 2011).[2][3]

Die FN unterstützten die Regierung von Alassane Ouattara in der Regierungskrise 2010/2011.[2] Unter dem Kommando von Ibrahim Coulibaly kämpften ihre Angehörigen als „Commando invisible“ (deutsch ‚Unsichtbares Kommando‘) in Abobo gegen Einheiten von Laurent Gbagbo.[4]

Die FN kündigten Anfang März 2011 den Waffenstillstand von 2007 mit Laurent Gbagbo auf und eroberten am 7. März[4] die Stadt Toulépleu.[2]

Sie gingen am 17. März 2011 in den neu gegründeten Forces républicaines de Côte d’Ivoire auf, die laut Alassane Ouattara die zukünftigen Streitkräfte der Elfenbeinküste bildeten.[5]

OffiziereBearbeiten

Bekannte Feldkommandanten der FNCI waren:[6]

  • Chérif Ousmane
  • Hervé Touré Pélikan
  • Issiaka Ouattara genannt „Wattao“
  • Martin Kouakou Fofié, 2008 Stabsgefreiter und Kommandant im Sektor Korhogo

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Peter Körner: Religion und Konflikt in Afrika. (pdf; 503 kB) Fact sheets zur Rolle von Religion in 28 Gewaltkonflikten in Afrika südlich der Sahara, 1990–2007. (Nicht mehr online verfügbar.) In: GIGA Institut für Afrika-Studien. 1. Dezember 2007, S. 23–25, archiviert vom Original am 19. Januar 2012; abgerufen am 12. März 2011.   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.giga-hamburg.de
  2. a b c Dominic Johnson: Erschossen, zerhackt, vertrieben. In: die tageszeitung. 11. März 2011, abgerufen am 11. März 2011.
  3. Bettina Engels: Ein bisschen Frieden. In: labournet.de. 8. Januar 2008, abgerufen am 12. März 2011.
  4. a b Thomas Scheen: Schwere Kämpfe in Abidjan. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 15. März 2011, abgerufen am 18. März 2011.
  5. Dominic Johnson: Neues Massaker in Abidjan. In: die tageszeitung. 18. März 2011, abgerufen am 22. März 2011.
  6. Thomas Scheen: Abtrünniger Milizenführer in Abidjan getötet. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 28. April 2011, abgerufen am 29. April 2011.