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Flora Petrik (2017)

Flora Petrik (* 12. November 1994[1] in Wien) ist eine österreichische Politikerin (parteilos, kandidierte bei den Nationalratswahlen 2017 mit der KPÖ)[2] und ehemalige Sprecherin der Jungen Grünen.

Herkunft und FamilieBearbeiten

Flora Petrik wuchs in der burgenländischen Landeshauptstadt Eisenstadt auf.[3] Ihre Großmutter war die ÖVP-Politikerin Eva Petrik, ihre Mutter ist die grüne Politikerin Regina Petrik.

Ausbildung und politische Tätigkeit bei den Jungen GrünenBearbeiten

Nach ihrem Schulabschluss zog Flora Petrik nach Wien, wo sie Bildungswissenschaft und Germanistik studiert.[4]

Schon im Alter von 16 Jahren begann Petrik, sich bei den Jungen Grünen zu engagieren – der damals noch offiziellen Jugendorganisation der politischen Partei Die Grünen. Im Jahr 2011 war sie an der Gründung der Jungen Grünen Burgenland beteiligt[5], 2015 wurde sie zur Landessprecherin der Jungen Grünen Wien gewählt.[6]

Sie positionierte sich für „offene und ehrliche Drogenpolitik“[7], feministische Anliegen wie eine Reform des Sexualkundeunterrichts oder kostenlose Verhütungsmittel und Abtreibungen[8] und kritisierte etwa das Eisenstädter Bettelverbot.[9]

Am 7. Jänner 2017 wurde Petrik am Bundeskongress der Jungen Grünen in St. Gilgen zur Bundessprecherin gewählt.[10] Bezogen auf die Wahl des Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen im Jahr 2016, der gegen den FPÖ-Kandidaten Norbert Hofer gewann, sagte sie damals: „Gerade die letzten Monate haben gezeigt, dass viele Menschen bereit sind, für ihre politischen Anliegen und Forderungen auf die Straße zu gehen. Wir als linke Jugendorganisation wollen auch abseits von Wahlen viele Menschen für Perspektiven auf eine grundlegende Verbesserung der Gesellschaft begeistern. Nur gemeinsam mit vielen anderen können wir der Politik des Runtertretens und der rechten Hetze etwas entgegensetzen und uns erfolgreich für eine gerechte Gesellschaft einsetzen.“[11]

Nachdem sich schon 2016 einige Gruppierungen von der GRAS, der offiziellen Studierenorganisation der Grünen abgespalten hatten und die neue Organisation Grüne Studierende gegründet hatten, eskalierte der Konflikt im Jahr 2017.[12][13][14] Da sich die Jungen Grünen mit den Grünen Studierenden solidarisiert hatten[15], wurde die Jugendorganisationen schließlich am 30. März 2017 von der Partei Die Grünen ausgeschlossen.[16]

KPÖ PLUSBearbeiten

Im Juni 2017 gab Petrik bekannt, dass die Jungen Grünen im Bündnis KPÖ PLUS zusammen mit der Kommunistischen Partei Österreichs zu den österreichischen Nationalratswahlen 2017 antreten wollen.[17] Ende Juli gab das Bündnis bekannt, dass Flora Petrik neben Mirko Messner und Ulli Fuchs als Spitzenkandidatin für KPÖ PLUS kandidieren wird. Die Forderungen der Partei umfassen eine Halbierung der Parteienförderungen, eine Begrenzung von Politikergehältern auf 2.300 Euro. Zweiter Schwerpunkt soll das Thema Wohnen sein, dazu sagt Petrik: „Wohnen darf nicht arm machen“, und: „Wir brauchen viel mehr Gemeindewohnungen und öffentlichen Wohnbau, damit Wohnen wieder leistbar wird. Außerdem braucht es Mietpreisobergrenzen, die Begrenzung befristeter Mietverträge und wirksame Maßnahmen gegen Spekulation am Wohnungsmarkt“. Dritter Punkt sind die Themen Arbeit und Soziales, hier fordert KPÖ PLUS eine Arbeitszeitverkürzung auf 30 Wochenstunden und eine Existenzsicherung für alle.[18]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Team. In: Junge Grüne / Junge Alternative. (junge-gruene.at [abgerufen am 30. Juli 2017]).
  2. KPÖ PLUS präsentiert Bundesliste: Riess und Kaltenegger auf Stimmzettel. In: KPÖ PLUS. (kpoeplus.at [abgerufen am 27. September 2017]).
  3. STANDARD Verlagsgesellschaft m.b.H.: Parteijugend-Chefin: "Die Grünen laufen Gefahr, abgehoben zu sein". In: derStandard.at. (derstandard.at [abgerufen am 30. Juli 2017]).
  4. STANDARD Verlagsgesellschaft m.b.H.: Parteijugend-Chefin: "Die Grünen laufen Gefahr, abgehoben zu sein". In: derStandard.at. (derstandard.at [abgerufen am 30. Juli 2017]).
  5. Grüner Nachwuchs Flora Petrik macht Karriere. (bvz.at [abgerufen am 30. Juli 2017]).
  6. Grüner Nachwuchs Flora Petrik macht Karriere. (bvz.at [abgerufen am 30. Juli 2017]).
  7. Grüne eröffnen erstes. 25. September 2015 (xn--sterreich-z7a.at [abgerufen am 30. Juli 2017]).
  8. STANDARD Verlagsgesellschaft m.b.H.: Grüne Jungwähler-Werbung mit Vagina und "Bravo"-Heft. In: derStandard.at. (derstandard.at [abgerufen am 30. Juli 2017]).
  9. Grüner Nachwuchs Flora Petrik macht Karriere. (bvz.at [abgerufen am 30. Juli 2017]).
  10. Flora Petrik als neue Bundessprecherin der Jungen Grünen gewählt. In: OTS.at. (ots.at [abgerufen am 30. Juli 2017]).
  11. Flora Petrik als neue Bundessprecherin der Jungen Grünen gewählt. In: OTS.at. (ots.at [abgerufen am 30. Juli 2017]).
  12. STANDARD Verlagsgesellschaft m.b.H.: Grüne Linksgruppe spaltet sich von ÖH-Fraktion Gras ab. In: derStandard.at. (derstandard.at [abgerufen am 30. Juli 2017]).
  13. STANDARD Verlagsgesellschaft m.b.H.: Grüne drohen Jungen Grünen mit Rausschmiss. In: derStandard.at. (derstandard.at [abgerufen am 30. Juli 2017]).
  14. STANDARD Verlagsgesellschaft m.b.H.: Unterstützung aus Deutschland und der Schweiz für Junge Grüne. In: derStandard.at. (derstandard.at [abgerufen am 30. Juli 2017]).
  15. STANDARD Verlagsgesellschaft m.b.H.: ÖH-Wahl: Was hinter dem grünen Konflikt steckt. In: derStandard.at. (derstandard.at [abgerufen am 30. Juli 2017]).
  16. STANDARD Verlagsgesellschaft m.b.H.: Grüne trennen sich von Jungen Grünen. In: derStandard.at. (derstandard.at [abgerufen am 30. Juli 2017]).
  17. Nationalratswahl: Junge Grüne wollen mit KPÖ antreten. In: Die Presse. (diepresse.com [abgerufen am 30. Juli 2017]).
  18. KPÖ PLUS präsentiert Spitzentrio und Themen für den Wahlkampf. In: OTS.at. (ots.at [abgerufen am 30. Juli 2017]).