Ein Flockungsmittel (Koagulant) dient der Zusammenlagerung (Flockung) kleinster, kolloider Partikel in Flüssigkeiten.

Verwendung finden Flockungsmittel unter anderem in Kläranlagen zur Abwasserreinigung, in der Trinkwasseraufbereitung zur Entfärbung (Entfernung von Huminstoffen), in Schwimmbädern, Papierfabriken und in industriellen Prozessen. Als Flockungsmittel werden zumeist dreiwertige Metallsalze wie Eisen(III)-Salze und Aluminiumsalze, aber auch andere Hydroxidbildner wie Kalkmilch, Soda oder Natriumaluminat verwendet.[1] Daneben gibt es auch organische Flockungsmittel (z. B. Polyamine).[2] Flockungsmittel bilden aus den Kolloiden größere Mikroflocken, die sich bereits gut durch Filtration entfernen lassen. Ist eine Feststoffentfernung durch Sedimentation oder Flotation gewünscht, kommt zusätzlich zum Flockungsmittel ein Flockungshilfsmittel zum Einsatz, das aus den Mikroflocken größere Makroflocken bildet.

Siehe auchBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Brockhaus ABC Chemie, VEB F. A. Brockhaus Verlag Leipzig 1965, S. 424.
  2. Flonex: Flockungsmittel und Koagulanten. Abgerufen am 23. Oktober 2019.