Fiskultura (russisch Физкультура; Kofferwort von Fisitscheskaja kultura russisch Физическая культура) oder im DDR-Sprachgebrauch Körperkultur ist die Bezeichnung der sich vom bürgerlichen Sport absetzenden Fitnesskultur des sowjetisch geprägten Sozialismus/Kommunismus. In Sowjetrussland wurden nach der Revolution 1917 zwei Strömungen im Arbeitersport von oben verbunden, der mehr ästhetisch orientierte Proletkult und die gesundheitlich/hygienisch orientierte,[1] im kontemporären Deutschland Körperkultur genannt.

Dies wurde schnell zur ersten Fitnessbewegung der sowjetischen Massengesellschaft entwickelt, es sollte mehr sein als Sport, sondern das Volk kultivieren.[2]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Henning Eichberg: Body cultur in: S. W. Pope, John Nauright (eds.): Routledge Companion to Sports History, 2009, ISBN 9780203885413, S. 162–181, S. 165f.
  2. Klaus Gestwa: Social engineering unter Stalin und Chruschtschow, 1928-1964, in: Thomas Etzemüller (eds.): Die Ordnung der Moderne: social engineering im 20. Jahrhundert, 2009, ISBN 9783837611533, S. 241ff., 268f.