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Wilhelm von Diez: Der Fehdehandschuh, um 1885

Der Begriff Fehdehandschuh (Fehde: „Privatkrieg“) wird in der deutschen Sprache in den Redensarten „Den Fehdehandschuh hinwerfen“ und „Den Fehdehandschuh aufnehmen/aufheben“ benutzt.[1]

BedeutungBearbeiten

„Jemandem den Fehdehandschuh hinwerfen“ bedeutet, ihn herauszufordern oder mit ihm Streit beginnen zu wollen. Von „Den Fehdehandschuh aufnehmen/aufheben“ spricht man, wenn jemand eine Herausforderung annimmt.

HerkunftBearbeiten

Entgegen landläufiger Meinung stammt der Begriff nicht aus dem Mittelalter. Für jene Zeit ist zwar der Brauch des Hinwerfens und Aufnehmens eines Handschuhs zur Ansage und Annahme einer Fehde in Kreisen der Ritterschaft bekannt, doch war für die Rechtmäßigkeit einer solchen Fehde auch eine formelle Erklärung der Fehde nötig.

Der Ausdruck als Zusammensetzung der Wörter Fehde und Handschuh entstand erst im 18. Jahrhundert, als es üblich war, seinem Gegner einen Handschuh aus Stoff ins Gesicht zu schlagen, um ihn zu einem Ehrenduell herauszufordern.[2]

EinzelnachweiseBearbeiten