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Weiße Faschen an den Fenstern

Faschen sind die gestalterisch abgesetzten Umrahmungen von Fassadenöffnungen in Gebäuden, üblicherweise um Fenster und Türen herum.

Faschen können aus der Wandfläche plastisch hervortreten, in diese vertieft eingelegt sein oder auch nur farblich gestaltet sein (Farbfasche). Traditionell bestehen Faschen aus einer Holzverkleidung, Werksteinen oder Putz.

Die inneren Flächen der Fassadenausschnitte heißen Laibung, wenn sie mit der Wandebene rechtwinklige Schnittflächen bilden. Umrahmungen mit schrägen Schnittflächen werden Gewände genannt.[1]

Im Fachwerkbau besteht die Tür- und Fensterumrahmung konstruktiv aus den seitlichen, lastabtragenden Ständer und der untenliegenden Fenster- oder Türschwelle. In allen traditionellen Bauweisen bildet der Sturz den konstruktiven oberen Abschluss. Der untere Abschluss der Fassadenöffnung wird durch eine Sohlbank vor der Witterung geschützt.

Wenn sich unmittelbar unter den Fassadenöffnung ein Gesims befindet, so verläuft die Fensterfasche meist nur seitlich und oberhalb der Öffnung. Verlaufen unmittelbar seitlich der Öffnung Lisenen, so wird die Fasche nur aus einem unteren und oberem Streifen gebildet. Besonders ausgeprägte oder auftragende seitliche Elemente der Fasche werden manchmal auch als Fensterlisene bezeichnet.

Eine Fasche aus Putz wird als Putzfasche bezeichnet. Zur Herstellung vertieft liegender Putzfaschen wird traditionell der gleichmäßig aufgebrachte Grundputz im Bereich der Faschen mit Brettern abgedeckt. Anschließend wird auf die übrige Fassade z. B. ein grober Kratz-, Rau- oder Spritzputz aufgebracht. Nach dem Entfernen der Bretter kann der Bereich der Faschen noch mit einem dünnen Schweiß- oder Glättputz abgezogen und farbig gefasst werden.

LiteraturBearbeiten

  • Dr. Braun & Barth – Freie Architekten Dresden: Gestaltungsempfehlungen Radebeul-Wahnsdorf. Hrsg.: Große Kreisstadt Radebeul – Geschäftsbereich Stadtentwicklung. Radebeul 2007, ISBN 978-3-938460-08-5.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten