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Fasanerie (München)

Stadtteil von München

Die Fasanerie ist ein Viertel im Münchner Bezirk Feldmoching-Hasenbergl.

LageBearbeiten

In ihr liegt der Fasaneriesee und das Amphibienbiotop Fasanerie. Über den S-Bahnhof Fasanerie ist das Viertel an den Münchner Nahverkehr angeschlossen. Die Feldmochinger Straße führt als Ausfallstraße durch die Fasanerie hindurch. Im Osten schließt sich die Lerchenau, im Süden die Allacher Lohe an.

GeschichteBearbeiten

Am Nordrand des Fasaneriesees befinden sich circa 600 bajuwarische Reihengräber, die vermutlich aus der Zeit zwischen den Jahren 550 und 700 stammen. Der Friedhof wurde zwischen 1939 und 1941 entdeckt.

Im Jahr 1596 errichtete Herzog Wilhelm V. zwischen Moosach und Feldmoching eine Fasanenzucht. Das Fasanerie-Gebäude diente nach 1919 als Gaststätte und wurde 1939 wegen der Aufschüttungen für den geplanten Verschiebebahnhof abgebrochen.

Die Siedlung Fasanerie entstand 1892 an der neuen Bahnlinie München–Landshut. Nach der Entwässerung der Mooswiesen zwischen Moosach und Feldmoching mit einer Tieferlegung des Steingrabens und des Reigersbachs setzte ab 1910 eine verstärkte Besiedlung der Kolonie Fasanerie ein. 1912 umfasste sie schon 43 Anwesen mit rund 300 Einwohnern. 1921 erhielt die Kolonie die Bezeichnung Fasanerie Nord. 1927 wurde die Alte St. Christoph-Kirche geweiht. In den Jahren 1935 bis 1937 wurde die Siedlung im Bereich Feldmochinger, Weißdorn-, Sachsenspiegel- und Schwabenspiegelstraße gebaut. 1937 hatte die Fasanerie 1386 Einwohner.[1] 1968 wurde St. Johannes Evangelist, 1971 St. Christoph geweiht.

Mit der Inbetriebnahme der S-Bahn 1972 erhielt der S-Bahnhof die Bezeichnung Fasanerie.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Information der Stadt München, abgerufen am 24. Februar 2016.

Koordinaten: 48° 11′ 50″ N, 11° 31′ 24″ O