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eurotopics (eigene Schreibweise: euro|topics) ist eine europäische Presseschau, die von der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) herausgegeben wird. 

Die Online-Plattform spiegelt die europäische Vielfalt an Meinungen, Ideen und Stimmungen wider und zeichnet zentrale Debatten in Europa zu politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Themen nach. Damit soll ein Beitrag zu einer europäischen Öffentlichkeit geleistet werden. Im Jahr 2009 war euro|topics in der Kategorie Information für den Grimme Online Award nominiert.

Die tägliche Presseschau erschließt über ein europaweites Korrespondenten-Netz relevante Meinungsartikel aus 32 Ländern Europas (EU sowie die Schweiz, Türkei, Ukraine und Russland). Sie erscheint kostenlos online und als Newsletter auf Deutsch, Englisch, Französisch, Russisch und Türkisch.[1]

Die Erstellung der Presseschau erfolgte von Ende 2005 bis April 2008 durch die Perlentaucher Medien GmbH (Berlin) in Zusammenarbeit mit Courrier International (Paris), seit Mai 2008 durch das Netzwerk für Osteuropa-Berichterstattung n-ost (Berlin).

Konflikt um die Arbeit von PerlentaucherBearbeiten

Im Juni 2007 veröffentlichte die Frankfurter Allgemeine Zeitung einen Artikel von Olaf Sundermeyer, einem ehemaligen freien Mitarbeiter von euro|topics. Sundermeyer kritisiert darin die Arbeit von Perlentaucher.[2] Im Oktober 2007 schrieb der bpb-Präsident Thomas Krüger das Projekt neu aus. Die Ausschreibung gewann im Mai 2008 das Netzwerk für Osteuropa-Berichterstattung (n-ost), ein auf Osteuropa spezialisiertes internationales Journalisten- und Mediennetzwerk, dem auch Olaf Sundermeyer angehört.[3] FAZ-Mitherausgeber Werner D’Inka, Beiratsmitglied von n-ost,[4] versicherte, von der Bewerbung nur „beiläufig in meiner Funktion als Beirat“ erfahren und erst danach mit Sundermeyer Kontakt aufgenommen zu haben.[5][6] Als Beirat ist D’Inka nicht in die laufenden Geschäfte von n-ost eingebunden, sondern lediglich beratend tätig. Perlentaucher antwortete unterdessen mit zwei Artikeln auf die von Sundermeyer erhobenen Vorwürfe.[7]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Pressemitteilung der Bundeszentrale für Politische Bildung, bpb, 3. Mai 2013
  2. „Internet. Die Gedanken der anderen“, FAZ, 29. Juni 2007
  3. Porträt Olaf Sundermeyer bei n-ost (Memento des Originals vom 4. März 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.n-ost.org
  4. Liste der Beiratsmitglieder bei n-ost (Memento des Originals vom 12. Juni 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.n-ost.org
  5. Daland Segler: Kulturmagazin: Eine Perle weniger. In: fr-online.de. (fr-online.de [abgerufen am 28. November 2016]).
  6. Perlentaucher verliert seinen größten Auftrag. (tagesspiegel.de [abgerufen am 28. November 2016]).
  7. Anja Seeliger: „Olaf Sundermeyers FAZ-Artikel gegen den Perlentaucher: Einige Richtigstellungen“, Perlentaucher, 10. Juli 2007; Thierry Chervel: „Die Perlentaucher-Affäre – oder die FAZ als Waffe“, Perlentaucher, 10. Juli 2007