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Das Europäische Forum Alpbach findet seit 1945 alljährlich im August im Tiroler Bergdorf Alpbach statt. Referenten und Teilnehmer aus allen Teilen der Welt, von Wissenschaft, Wirtschaft und Politik, Experten und Studenten kommen zusammen, um aktuelle Fragen der Zeit zu diskutieren und interdisziplinäre Lösungsansätze zu finden.

Inhaltsverzeichnis

ProgrammBearbeiten

 
Congress Centrum Alpbach

Das Programm gliedert sich in mehrere große Teile:

Seminarwoche

Bis zu 16 Seminare sind verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen gewidmet. In jedem Seminar wird ein Themenschwerpunkt an sechs Halbtagen mit Wissenschaftlern diskutiert. Die Alpbacher Seminare werden vom Kuratorium des Europäischen Forums Alpbach unter der Leitung von Peter Christian Aichelburg, Universität Wien, gestaltet. Die Seminarwoche dient dem interdisziplinären Gespräch und bietet die Möglichkeit zu Diskussionen mit Wissenschaftlern. Die Atmosphäre außerhalb etablierter Forschungsstätten sowie die Beteiligung von Wissenschaftlern unterschiedlicher Disziplinen in den Seminaren sollen den Diskurs unter Einbeziehung der Teilnehmer fördern. Plenarveranstaltungen zu wissenschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Themen runden das Programm ab.

Alpbacher Gespräche
 
Catherine Ashton beim Europäischen Forum Alpbach 2014

Diese zwei- bis dreitägigen Konferenzen befassen sich mit den Themen Gesundheit, Bildung, Recht, Technologie, Politik, Wirtschaft, Finanzmarkt und Baukultur. Ergänzend dazu findet ein Tiroltag statt und ein Planspiel zu Entscheidungsfindungen in der EU statt.

Alpbacher Sommerschulkurse

Die Alpbach Sommerschulen sind ein- bzw. zweiwöchige Lehrgänge. Sie bieten die Gelegenheit, sich unter Anleitung ausgewiesener Experten intensiv mit den Themen „Entrepreneurship“, „Facilitation and Participatory Leadership“, „Europarecht und europäische Integration“ und „Europäische Gesundheits- und Sozialsysteme“ auseinanderzusetzen.

Begleitet wird das Programm durch ein Kunst- und Kulturprogramm. In Ausstellungen, Konzerten und Vorträgen wird insbesondere jungen Künstlern die Möglichkeit geboten dem Publikum des Forums ihre Werke vorzustellen. Hinzu kommen noch die spontan organisierten „Kamingespräche“, im Rahmen derer verschiedene Themen mit großen Persönlichkeiten diskutiert werden können.

Alpbach in Motion – The Alpbach Summit of Emerging Leaders

Im Rahmen des dreitägigen „Alpbach Summit of Emerging Leaders“ kommen junge Führungskräfte zusammen, um das Wirtschaftssystem der Zukunft zu diskutieren.

Alpbacher Medienakademie

Die Alpbacher Medienakademie bietet 15 jungen Journalisten aus ganz Europa die Möglichkeit, unter der Regie von Medienprofis über das Konferenzgeschehen zu berichten.

OrganisationBearbeiten

Mittlerweile folgen mehr als 4.000 Menschen aus über 70 Staaten der Einladung am Europäischen Forum Alpbach teilzunehmen. Die Teilnahme steht allen Interessierten offen. Die Veranstaltungen werden in deutscher oder englischer Sprache durchgeführt.

Die Organisation obliegt dem gleichnamigen Verein, der von Franz Fischler (Präsident), Sonja Puntscher-Riekmann, Ursula Schmidt-Erfurth, Claus Raidl und Caspar Einem (Vizepräsidenten) geleitet wird. Das Büro mit Sitz in Wien bereitet gemeinsam mit den Kooperationspartnern das alljährliche Forum vor und organisiert während des Jahres eine Reihe von Sonderveranstaltungen zu aktuellen gesellschaftlichen und politischen Fragen, die an verschiedenen Orten in Österreich und dem benachbarten Ausland durchgeführt werden. Darunter die Diskussionsreihe „Alpbach Talks“ oder das politische Innovationslabor „Re:think Austria“.

Initiativgruppen und ClubsBearbeiten

Die von Teilnehmern gegründeten Alpbacher Initiativgruppen und Clubs sind als assoziierte Mitglieder zentral für die inhaltliche Gestaltung und das Stipendienprogramm. Derzeit existieren 33 Initiativgruppen und Clubs. Jährlich stellt eine andere Initiativgruppe oder Club während des Forums den ständigen Ausschuss, der als Anlauf- und Koordinationsstelle für die am Forum teilnehmenden Stipendiaten dient.

Derzeit gibt es die Initiativgruppen Albania, Armenia, Brüssel (Team Europe), France, Graz, Kiev, Kosovo, Lemberg, Oberösterreich, Rumänien, Sarajevo, Senza Confini und Wien (IG Wien).

Folgende Clubs sind aktiv: Belgrad, Bulgarien, Burgenland, Germany, Kroatien, Liechtenstein, London, Macedonia, Middle East, Moscow, Niederösterreich, Polska, Russia, Salzburg, Slowenien, Steiermark, Südtirol/Alto Adige, Tirol, Trentino, Vorarlberg.

2015Bearbeiten

Das Forum 2015 stand unter dem Motto „UnGleichheit“ und fand von 19. August bis 4. September 2015 statt. Es wurde von rund 4500 Personen, davon 900 Redner, 750 Studierenden-Stipendiaten sowie 90 Künstler besucht.[1]

Das Forum 2015 bestand – zeitlich überlappend – aus einer Seminarwoche mit 16 Seminaren, etwa zu künstlerische Eroberung des urbanen Raums oder Gleichheit in Vielfalt?, und einer Reihe von 8 zwei- bis dreitägigen Gesprächen zu jeweils einem Themenbereich, etwa Technologie oder Gesundheit, die sich wiederum in Arbeitskreise gliedern. Die Veranstaltungen waren fast durchgängig in englischer Sprache.

2016Bearbeiten

Das Generalthema beim Europäischen Forum Alpbach 2016 lautete „Neue Aufklärung“. Schwerpunktthemen waren Digitalisierung und die EU-Außenpolitik.[2]

2017Bearbeiten

Für das Europäische Forum Alpbach 2017 ist das Generalthema „Konflikt und Kooperation“ vorgesehen. Es soll vom 16. August bis 1. September 2017 stattfinden.[2]

PersönlichkeitenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. orf.at - Alpbach widmet sich 2016 der „Aufklärung 2.0“. Artikel vom 7. September 2015, abgerufen am 7. September 2015.
  2. a b Grundtenor der Alpacher Gespräche: Im Zweifel für Europa. Europäisches Forum Alpbach, abgerufen am 13. April 2017.