España cañí

España cañí (Malerisches Spanien[1]), auch España gitana, ist ein bekanntes Stück spanischer Musik. Der Paso Doble wurde 1923 von Pascual Marquina Narro (1873–1948)[2] geschrieben. Die erste Aufnahme fand 1926 mit der Kapelle des Regiment Ingenieros de Madrid statt. 1927 wurde das Stück von der Kapelle Regal und des Regimiento de Badajoz N.º 73 aufgenommen. 1928 folgte die als La Argentinita bekannte Encarnación López Júlvez (1895–1945) mit einer Version mit Kastagnetten und Aufstampfen. Rondalla Usandizaga nahm es 1929 bei Victor Recordings auf. 1931 gab das Haus Odeón eine von Alfredo Corral Moraleda getextete und von Marcos Redondo gesungene Version heraus, welche von der Kapelle Odeón und dem Dirigenten Antonio Capdevila begleitet wurde.[3]

Der Hauptrefain besteht aus acht Takten mit arpeggiertem Akkord.

Die Musik wird bei Tanzturnieren sehr häufig für den Paso Doble verwendet, da er gut geeignet ist, Choreographien zu gestalten, die den Tanz zur Geltung bringen.

Letra del pasodoble (Version von 1931) von Alfredo Corral Moraleda († 1932)[4]

Siempre fue cañí, poesía en flor,
esta España de mujeres bellas
con fuego en los ojos
que enciende pasión.

En el Albaicín gitano,
que es un derroche de luz,
son las zambras de las cuevas,
un místico cuadro andaluz.

El calé y la bailaora
y el mocito cantaor
dan a la fiesta andaluza
mayestático fulgor.

Fiesta gitana,
gentil cuadro de España... cañí.

Admirando a to' lo gitano
en sus cuadros sin igual,
Julio Romero evoca
el ambiente y el cantar.

Es de España Andalucía
un crisol de oro y un lindo vergel
donde palpita la vida
de ese pueblo hispano que nos vio nacer.

Ésta es mi España, la tierra más bravía.
¡España cañí!

Es war immer malerisch, Poesie in Blüte,
dieses Spanien der schönen Frauen.
mit Feuer in den Augen
das Leidenschaft entfacht.

Im Albaicín der Gitanos,
der von Licht überfließt
ist der Trubel in den Höhlen,
ein mystisches andalusisches Gemälde.

Der Kalé und die Tänzerin
und der Sängerbursche
geben der andalusischen Fiesta
majestätischen Glanz.

Gitano-Fest,
freundliches Bild Spaniens ... malerisch.

Dich bewundernd, oh Gitano
in seinen unvergleichlichen Bildern,
schildert Julio Romero
die Atmosphäre und den Gesang.

Andalusien ist Spaniens
goldner Tiegel und hübscher Obstgarten.
Dort pulsiert das Leben
des hispanischen Ortes unserer Geburt.

Das ist mein Spanien, das wildeste Land.
Malerisches Spanien!

Einen anderen Text, der noch stärker den Stolz des Gitano auf seine Heimat und seine Herkunft hervorhebt, sang Manolo Escobar.[5]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Übersetzungen für „cañi“ im Spanisch/Deutsch-Wörterbuch. In: Pons online. Abgerufen am 10. Februar 2019.
  2. Lexikon des Stierkampfs - España Cañi. Abgerufen am 2. Juni 2017.
  3. Catálogo general de discos Odeon, junio 1931.
  4. Alfredo Corral Moraleda - Biography, history - Todotango.com. Abgerufen am 3. Juni 2017 (englisch).
  5. Letra de España Cañí - Manolo Escobar. In: Coveralia música. Abgerufen am 17. Februar 2019 (spanisch).