Hauptmenü öffnen

Erzgebirgische Heimatblätter

Erzgebirgische Heimatblätter ist der Name einer Zeitschrift für Heimatfreunde, die seit 1979 unter diesem Titel erscheint und derzeit vom Kulturbund Landesverband Sachsen e. V. in der Redaktion von Britta Günther herausgegeben wird.

Erzgebirgische Heimatblätter

Beschreibung Regionalgeschichtliche Berichte aus dem Erzgebirge
Sprache Deutsch
Verlag ERZDRUCK GmbH
Erstausgabe 1979
Erscheinungsweise zweimonatlich
Verkaufte Auflage 4.300 Exemplare
([1])
Verbreitete Auflage 3.400 Abonnements, 900 Exemplare für den Buch- und Zeitschriftenhandel und für Museen Exemplare
([2])
Chefredakteur Britta Günther
Herausgeber Kulturbund e. V., Landesverband Sachsen
Weblink www.erzdruck.de
ISSN

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Die Erzgebirgischen Heimatblätter entstanden durch die Zusammenlegung der beiden heimatkundlichen Zeitschriften Der Heimatfreund und Unsere Heimat, die von 1956 bis 1978 durch die Kreisleitung Stollberg bzw. Kreisleitung Marienberg des Kulturbundes der DDR herausgegeben worden waren. Herausgeber der nun auf das gesamte Erzgebirge konsolidierten Zeitschrift war ab 1979 die Kulturbund-Bezirksleitung Karl-Marx-Stadt. Die enthaltenen Aufsätze in den jährlich sechs Heften spiegeln die vielfältigen Interessen der Autoren, was sich in einem breitgefächerten Themenkreis – von Heimatkunde und Heimatgeschichte, über Volkskunde und Mundartpflege bis hin zu Fragestellungen zu Natur und Umwelt – niederschlägt. Daneben sind in den 1980er Jahren Beiträge und Leitartikel zu den kulturpolitischen Zielen des Kulturbundes und des von der SED geführten Staates breit vertreten. Von 1979 bis 1991 war Günther Arnold Redakteur der Zeitschrift. Im Wendejahr 1989 wurde eine Auflage von 26.000 Stück vertrieben.

Mit der Wende veränderte sich die gesamte Kulturlandschaft im Erzgebirge. Neben dem Kulturbund wurden traditionsreiche Vereine wie der Erzgebirgsverein, der Freiberger Altertumsverein oder der Landesverein Sächsischer Heimatschutz wiederbegründet, die eigene Zeitschriften und Schriftenreihen unterhalten. Die Erzgebirgischen Heimatblätter – von 1991 bis 1999 redaktionell betreut durch Barbara Dresig sowie von 1999 bis 2012 durch Lothar Riedel – blieben in Trägerschaft des nun als Verein agierenden Kulturbundes. Seit 1993 werden sie durch die Druck- und Verlagsgesellschaft Marienberg (firmiert seit 2016 als ERZDRUCK GmbH) verlegt und vertrieben. Neben Verbesserungen der typographischen Qualität und der Gestaltungsmöglichkeiten wurden nun auch erweiterte Themenstellungen und andere Blickwinkel möglich als in der DDR. Es ist artikuliertes Ziel, das Erzgebirge – unter kritischer Einbeziehung älterer Literatur – in allen thematischen Facetten und in seiner gesamten regionalen Breite in quellenmäßig abgesicherten Beiträgen abzubilden. Seit dem Jahrgang 2013 liegt die Redaktion in der Hand von Britta Günther. Ihr steht ein Redaktionsbeirat zur Seite, dem unter anderem Klaus Gumnior, Claus Leichsenring, Rainer Sennewald, Wolfgang Uhlmann, Elvira Werner und Michael Wetzel angehören.

Zu den bekannten regelmäßigen Autoren gehören und gehörten daneben Manfred Blechschmidt, Karlheinz Hengst, Werner Kaden, Bernd Lahl, Karl Hans und Manfred Pollmer, Joachim Seyffarth, Werner Spickenreuther, Christian Teller und Werner Markgraf.

SonstigeBearbeiten

Erzgebirgische Heimatblätter war jedoch auch der Name des Illustrierter Heimatbote für unsere Erzgebirger in Heimat und Fremde, die von 1926 bis 1945 an jedem Wochenende als Beilage zur Obererzgebirgischen Zeitung, zum Ehrenfriedersdorfer Wochenblatt, zum Wochenblatt und Anzeiger für Eppendorf und Umgegend und zum Nachrichtenblatt Johanngeorgenstadt erschienen ist. Druck und Verlag erfolgte von Friedrich Seidel, die Hauptschriftleitung lag bei Siegfried Seidel, beide in Buchholz i. Sa.

LiteraturBearbeiten

  • Hildegard Uhlmann: Register Erzgebirgische Heimatblätter Jahrgänge 1979 bis 2003. Marienberg 2004.
  • Britta Günther: Die Erzgebirgischen Heimatblätter im 40. Jahr, in: Erzgebirgische Heimatblätter 40 (2018), Heft 1, S. 2–3.

WeblinksBearbeiten