Erstes Seegefecht im Golf von Syrte

Schlacht des Zweiten Weltkriegs

Das Erste Seegefecht im Golf von Syrte fand am 17. Dezember 1941 nördlich von Libyen statt.

Erstes Seegefecht im Golf von Syrte
Datum 17. Dezember 1941
Ort Große Syrte, Libyen
Ausgang
Konfliktparteien

Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich
AustralienAustralien Australien
NiederlandeNiederlande Niederlande

Italien 1861Königreich Italien (1861–1946) Italien

Befehlshaber

Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich (Seekriegsflagge) Philip Vian

ItalienItalien (Seekriegsflagge) Angelo Iachino

Truppenstärke
5 Kreuzer
13 Zerstörer
4 Schlachtschiff
2 Schwere Kreuzer
3 Leichte Kreuzer
19 Zerstörer
1 Torpedoboot

Beteiligt waren auf britischer Seite die aus Alexandria gekommenen Force B unter Konteradmiral Vian mit drei Flugabwehrkreuzern (Naiad, Euryalus, Carlisle) und sieben Zerstörern (Jervis, Kimberley, Kingston, Nizam (RAN), Havock, Hasty, Decoy) sowie die aus Malta zur Übernahme des Transporters Breconshire (9776 BRT) ausgelaufene Force K unter Captain Agnew mit den zwei Kreuzern Aurora, Penelope sowie sechs Zerstörern (Lance und Lively, Sikh, Legion, Maori und niederländischen Isaac Sweers).
Auf italienischer Seite unter Admiral Iachino mit vier Schlachtschiffen (Littorio, Doria, Cesare, Caio Duilio), zwei Schweren Kreuzern (Gorizia, Trento), drei Leichten Kreuzern (Duca d'Aosta, Attendolo, Montecuccoli), 19 Zerstörern ( Vivaldi, Da Noli, Da Recco, Malocello, Pessagno, Zeno, Saetta am Konvoi, Aviere, Ascari, Camicia Nera in der Fernsicherungsgruppe sowie Granatiere, Bersagliere, Fuciliere, Alpino, Corazziere, Carabiniere, Usodimare, Maestrale, Oriani, Gioberti) sowie dem Torpedoboot Pegaso.
Das Gefecht entwickelte sich, als sich die jeweiligen Konvoibegleitschutzverbände auf einen Kampf einließen. Als das italienische Schlachtschiff Littorio aus einer Entfernung von 32.000 Metern das Feuer eröffnete, zogen sich die Briten zurück. Auch der italienische Befehlshaber wollte sich nicht auf ein drohendes Nachtgefecht einlassen. Beide Konvois erreichten ihre Zielhäfen ohne weitere Zwischenfälle.

Die britische Force K erkannte aber das Versäumnis und versuchte den italienischen Konvoi mit drei Leichten Kreuzern und vier Zerstörern doch noch abzufangen. Sie lief dabei in ein bisher nicht entdecktes Minenfeld, in dem der Kreuzer HMS Neptune und der zur Hilfe eilende Zerstörer HMS Kandahar sanken. Die Kreuzer HMS Aurora und HMS Penelope wurden unterschiedlich schwer beschädigt und kehrten mit den Zerstörern Lance, Lively und Havock wieder nach Malta zurück.

Ein weiteres Seegefecht im Golf von Syrte fand am 22. März 1942 nördlich von Libyen statt.