Erg Tihodaïne

kleine Sandwüste in Südalgerien

Der Erg Tihodaïne (auch Erg Tihodaine) ist eine kleine Sandwüste (Erg) der Sahara im Grenzgebiet der südalgerischen Provinzen Djanet und Illizi.

Erg Tihodaïne
Höchster Gipfel unbenannt (1430 m)
Lage Provinz Djanet,
Provinz Illizi,
AlgerienAlgerien Algerien
Erg Tihodaïne (Algerien)
Erg Tihodaïne
Koordinaten 25° 20′ N, 7° 0′ OKoordinaten: 25° 20′ N, 7° 0′ O
Gestein Dünen
Fläche 1.000 km²

TopografieBearbeiten

Der Erg Tihodaïne weist eine fast runde Form auf und umfasst eine Fläche von etwa 1000 km². Der Durchmesser beträgt rund 45 km. Der nordöstliche Teilbereich des Ergs wird als Erg Timezzouatine bezeichnet.[1] Im Nordosten grenzt der Erg an das, zu den westlichsten Ausläufern des Tassili n’Ajjer-Gebirges gehörende Tin Haberti-Gebirge. Im Westen verläuft die weite Ebene des Oued Amadror. Im Südosten befindet sich die kleine Berggruppe des Djebel Ounane.

Die Umrahmung und die Festgesteinsbasis des Erg Tihodaïne weisen Höhen um 1100 m auf. Die darüber aufgebauten Dünen erreichen Höhen bis zu 260 m. Die höchsten Dünenkämme liegen bei 1430 m. Im Zentrum des Ergs ragt die Festgesteinsbasis als bis 1590 m hohe Berggruppe auf, in dessen sandfreier Umrahmung das rund 10 km lange Oued Eguiornenhel in einer abflusslosen Senke (Sebkha) endet.

BesiedelungBearbeiten

Innerhalb des Ergs gibt es keinerlei Siedlungen. Der kleine nordöstlich gelegene Oasenort Tamdjert ist 40 km entfernt.

Im Bereich der innerhalb des Ergs gelegenen Festgesteinsaufragungen finden sich zahlreiche Hügelgräber (zumeist Rundgräber, aber auch Schlüssellochgräber) als Zeugen einer neolithischen Besiedlung.

VegetationBearbeiten

Der Erg Tihodaïne ist mit Ausnahme vereinzelter Sträucher und wenigen Bäumen in der zentralen Sebkha vollkommen vegetationslos.

VerkehrBearbeiten

Innerhalb des Ergs gibt es keinerlei Verkehrswege. Im Süden wird er von der Piste AmguidAfaraDjanet umfahren. Diese Piste wird derzeit ausgebaut.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Carte du Sahara 1:200.000, Feuille NG-32-VIII Aharhar (1971)