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Trassenbündel einer Entwicklungsachse (2013):
Schnellfahrstrecke Nürnberg–Erfurt (im Bau) und A 71
Erfurt–Schweinfurt
(fertig)

Der Ausbau von Entwicklungsachsen ist ein Planungsinstrument der Raumordnung. Es wird verwendet, um das System der Zentralen Orte miteinander zu verbinden. Entwicklungsachsen sind, zumindest in Abschnitten, durch eine dichte Folge von Siedlungen gekennzeichnet und liegen entlang leistungsfähiger Verkehrsstränge und anderer Infrastruktureinrichtungen.

Inhaltsverzeichnis

ZieleBearbeiten

Die Verkehrsinfrastruktur soll gezielt gestärkt und verbessert werden. Entlang der Achsen soll sich so die Entwicklung von Wirtschaft, Verkehr und Siedlungen konzentrieren. Dies soll die Zersiedelung eindämmen und die Agglomerationsvorteile wahren. Durch eine Bündelung von Straßen, Bahntrassen und Hochspannungsleitungen auf den Entwicklungsachsen sollen die Auswirkungen auf die Umwelt minimiert werden.

BeispieleBearbeiten

Beispielsweise verläuft die ICE-Neubaustrecke von Frankfurt nach Köln streckenweise direkt parallel zur Bundesautobahn 3.

Die Schnellfahrstrecke Nürnberg–Erfurt (Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 8) und die A 71 Erfurt–Schweinfurt (Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 16), die fast zeitgleich errichtet wurden, laufen im nördlichen Bereich direkt parallel nebeneinander.

Vor- und NachteileBearbeiten

Ein wichtiger Vorteil besteht darin, dass größere, zusammenhängende, intakte Landschaften und Natur- und (Nah)Erholungsräume weniger von Verkehrstrassen durchschnitten und dadurch vor empfindlichen Schädigungen bewahrt werden. An Autobahnanschlussstellen entstehen geeignete Orte für (interkommunale) Gewerbeparks – insbesondere für große Logistikunternehmen, die Landstraßen und Ortsdurchfahrten dadurch weniger belasten. So entstanden z. B. die riesigen neueren Logistikparks in Tschechien und der Slowakei nahezu ausnahmslos an Anschlussstellen neuerer Autobahnen an den Hauptentwicklungsachsen.

Ein möglicher Nachteil dieses Konzepts liegt in der Vernachlässigung der Zwischenräume. Wenn ein Großteil der Finanzmittel in die Entwicklungsachsen investiert wird, kann es zu fortwährenden Verschlechterungen der Lebensverhältnisse in den Zwischenräumen führen. Dies hat vermehrte Abwanderung zur Folge, was den Effekt noch verstärkt.

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten