Hauptmenü öffnen

Empyem

Eiteransammlung in einem anatomischen Hohlraum
Pleuraempyem (B) in Kombination mit einem Pneumothorax (A), CT-Aufnahme

Als Empyem bezeichnet man eine Ansammlung von Eiter in einer vorgeformten (meist natürlichen) Körperhöhle oder in einem Hohlorgan. Beispiele für Empyeme sind das Gallenblasenempyem, das Kieferhöhlen-Empyem, das subdurale Empyem (im Subduralraum[1]), Lungen- und Pleuraempyem (Brust-Rippenfell-Zwischenraum)[2] sowie verschiedene Gelenk-Empyeme (Pyarthros).

Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Angaben ohne ausreichenden Beleg könnten demnächst entfernt werden. Bitte hilf Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst.

Eiteransammlungen ohne vorgeformte Körperhöhle nennt man im Gegensatz dazu Abszess. Eine sich diffus in den Weichteilen ausbreitende eitrige Infektion nennt man Phlegmone. Ein Empyem, das sich als Abszess ausbreitet und gegebenenfalls die äußere Körperwand, z. B. die Thoraxwand, durchbricht, nennt man Empyema necessitatis.

Neben der Anamnese, der körperlichen Untersuchung und der Labordiagnostik (CRP und Leukozyten) sind zur Lokalisation Untersuchungen wie Computertomografie, Magnetresonanztomografie oder Sonografie (Ultraschall) hilfreich.

Die Therapie ist in der Regel die chirurgische Sanierung (Ausräumung) des Empyems; oft ist die Einlage einer Drainage und die systemische Gabe von Antibiotika nötig.

AnmerkungenBearbeiten

  1. Marianne Abele-Horn: Antimikrobielle Therapie. Entscheidungshilfen zur Behandlung und Prophylaxe von Infektionskrankheiten. Unter Mitarbeit von Werner Heinz, Hartwig Klinker, Johann Schurz und August Stich, 2., überarbeitete und erweiterte Auflage. Peter Wiehl, Marburg 2009, ISBN 978-3-927219-14-4, S. 68 (Subdurales Empyem, epiduraler Abszess).
  2. Bei Empyemen im Brustkorb kann es auch zu exsudativen Pleuraergüssen kommen. Siehe Berthold Jany, Tobias Welte: Pleuraerguss des Erwachsenen – Ursachen, Diagnostik und Therapie. In: Deutsches Ärzteblatt. Band 116, Nr. 21, (Mai) 2019, S. 377–385, hier: S. 379–385.
  Dieser Artikel behandelt ein Gesundheitsthema. Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt keine Arztdiagnose. Bitte hierzu den Hinweis zu Gesundheitsthemen beachten!