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ELSO GmbH

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Rechtsform Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Gründung 1902
Sitz An der Wipper 5–7, D-99706 Sondershausen, Deutschland
Mitarbeiterzahl 190 (2017)
Umsatz 36 Mio. Euro (2017)
Branche Elektroinstallation
Website www.elso.de

Das Unternehmen ELSO GmbH mit Sitz in Sondershausen ist dem französischen Elektrokonzern Schneider Electric unterstellt und auf dem Gebiet der Elektroinstallation für Wohn- und Industriegebäude tätig.

Produkt- und TätigkeitsbereicheBearbeiten

Die Marke ELSO beinhaltet neben den klassischen Installationskomponenten kombinierbare Plattformen wie die Lichtrufanlagen MEDIOPT care und SIGMA und die Gebäude-Management-Systeme IHC und KNX. Der Schwerpunkt liegt auf „intelligenter Gebäudetechnik“.

  • Gebäudesystemtechnik (Gebäudesteuerung, Rollladen- und Jalousiesteuerung, Beleuchtungssteuerung)
  • Installationskomponenten (Schalter, Steckdosen)
  • Lichtrufanlagen

Im Rahmen der Firma Schneider Electric, ist der Werk in Sondershausen eine wichtige Produktionskapazität, vor allem im Kompetenzbereich der Verarbeitung Metallkomponenten für andere Schneider Electric Werke.

GeschichteBearbeiten

Elektrotechnische Erzeugnisse werden in Sondershausen seit 1898 hergestellt. Am Standort des heutigen ELSO-Werkes bauten die Gebrüder Flick aus Ruhla im Jahr 1895 eine alte Mühle zu einer Uhrenfabrik unter dem Namen Kyffhäuser-Uhren um. Aus wirtschaftlichen Gründen änderte dieser Betrieb sein Angebot und stellte ab 1898 Sicherungen, Lampenfassungen und Schalter her. Im Jahr 1901 mussten die Gebrüder Insolvenz anmelden. Der Gothaer Prokurist Kurt Lindner übernimmt den Betrieb und führte ihn ab dem 27. März 1902 unter der Bezeichnung Lindner und Co. als offene Handelsgesellschaft.

Zwischen 1916 und 1922 wurde das Werk erheblich vergrößert. Im Jahr 1925 beschäftigte die Firma Lindner & Co über 1.100 Mitarbeiter. Während des Zweiten Weltkrieges wurde ein Teil der Gebäude an die Junkerswerke Dessau vermietet. Die 1913 im Ortsteil Bebra gegründete Firma Brunnquell und Co., eine Fabrik für elektrotechnische Apparate und Beleuchtungen, wurde mit dem erstgenannten Betrieb vereinigt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Betrieb im Jahr 1946 enteignet und am 1. Juni 1948 in Volkseigentum überführt und hatte als dieses in der DDR ein Monopol. Der Besitzer Kurt Lindner flüchtete in den Westen.

Im Jahr 1970 wurde der VEB Kombinat Elektroinstallation Sondershausen mit Stammsitz in Sondershausen und elf dazugehörigen Betrieben von Sachsen bis Mecklenburg gegründet. Ab 1980 war das Sondershauser Werk als Leitbetrieb für Installationsmaterial ein Bestandteil des Kombinates Keramische Werke Hermsdorf. VEB Elektroinstallation Sondershausen (EIS) war der zweitgrößte Betrieb Sondershausens. Er beschäftigte bis Ende 1989 etwa 3.200 Menschen.

Im Jahr 1993 erfolgte die Privatisierung durch den skandinavischen Konzern Ahlstrom Electrical Accessories unter der Bezeichnung ELSO GmbH Elektrotechnik. Im Jahr 1999 übernahm Schneider Electric die ELSO GmbH. 2002 wurde ELSO in Lexel Electric GmbH umbenannt, jedoch 2003 im Rahmen des Integrationsprozesses der Lexel Electric GmbH innerhalb von Schneider Electric wieder in ELSO GmbH rückbenannt.

LiteraturBearbeiten

  • Betriebsgeschichte VEB Elektroinstallation Sondershausen. Druckhaus Möbius Artern 1985.
  • Andreas Dornheim, Stephan Schnitzler: Thüringen 1989/90: Akteure des Umbruchs berichten. Band 1 von Thüringen gestern & heute, Landeszentrale für Politische Bildung Thüringen 1995.

WeblinksBearbeiten