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Eistüte

gerolltes Gebäck, in dem Eis angeboten wird
Eistüte mit Softeis

Eine Eistüte bzw. Hörnchen[1], in Österreich Stanitzel[1], in der Schweiz Cornet[1], ist ein gerolltes Gebäck in Form einer Spitztüte bzw. eines Horns (d. h. in Form eines kegelförmigen Behältnisses) in dem eine oder mehrere Kugeln Eis (Eiskugel) oder Softeis angeboten werden, um in dieser Form ohne Geschirr und Besteck verzehrt werden zu können. Da in diesem Fall die Verpackung mitgegessen werden kann, entsteht nach dem Verzehr kein Abfall, was ein Vorteil beim Außerhausverkauf ist.

GeschichteBearbeiten

Das erste bekannte Rezept für das Eishörnchen veröffentlichte die englische Köchin und Erfinderin Agnes Marshall 1888.[2] Sie war allerdings als Beilage zu einem Eis-Dessert gedacht, nicht als Behälter für den Straßenverkauf.[3] Die Patentierung geht auf den New Yorker Italo Marchiony zurück[4], einen italienischen Zitroneneisverkäufer.

Siehe auchBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c Ulrich Ammon, Hans Bickel, Jakob Ebner: Variantenwörterbuch des Deutschen: Die Standardsprache in Österreich, der Schweiz und Deutschland sowie in Liechtenstein, Luxemburg, Ostbelgien und Südtirol, Verlag Walter de Gruyter, Berlin 2004, ISBN 978-3110165746
  2. Robin Weir: Mrs. A. B. Marshall, Ice-Creammonger Extraordinary. In: Hadrian Walker (Hrsg.): Cooks and Other People. Proceedings of the Oxford Symposium on Food and Cookery. Prospect Books, Totnes 1996, ISBN 978-0-9073-2572-7, S. 284–285.
  3. Laura Weiss: Ice Cream. A Global History. Reaktion Books, London 2011, ISBN 978-1-8618-9792-3, S. 75.
  4. Henrike Leonhardt: Eistüte patentiert. Bayerischer Rundfunk, BR2 - Kalenderblatt, 13. Dezember 2012, abgerufen am 10. November 2019.

WeblinksBearbeiten

 Wiktionary: Eistüte – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
  Commons: Eistüten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien