Hauptmenü öffnen
Klassifikation von Gütern nach Höhe der Einkommenselastizität.

Die Einkommenselastizität () der Nachfrage gibt an, wie stark sich die Nachfrage nach einem Gut relativ ändert, wenn sich das Einkommen eines Haushaltes (relativ) ändert.

Sie ist definiert als prozentuale Änderung der Nachfragemenge pro prozentuale Änderung des Einkommens.

Beispiel: Wenn sich infolge einer Einkommenssteigerung von 10 % die Nachfrage nach einem bestimmten Gut um 12 % erhöht, beträgt die Einkommenselastizität dieses Gutes 1,2.

Inhaltsverzeichnis

Formale Definition und EinordnungBearbeiten

Formal: Sei   die Marshallsche Nachfrage nach einem Gut   in Abhängigkeit von den Preisen aller   Güter und dem Haushaltseinkommen  . Dann gilt für die Einkommenselastizität  :

 

Gewichtet man die Einkommenselastizitäten für ein Gut   mit dem Anteil, den der Konsum des Gutes am gesamten Haushaltseinkommen hat, und summiert diese gewichteten Einkommenselastizitäten über alle Güter, so müssen sie sich auf 1 addieren.[1] Mithin gilt also:

 

EigenschaftenBearbeiten

Ist die Einkommenselastizität positiv, spricht man von einem normalen Gut; ist sie negativ, von einem inferioren Gut. Bisweilen wird davon ausgehend weiterhin zwischen verschiedenen Typen von normalen Gütern unterschieden: Ein Gut, dessen Nachfrage bei einem Einkommensanstieg überproportional zum Einkommen steigt und das somit eine Einkommenselastizität von über 1 aufweist, bezeichnet man als Luxusgut; steigt die Nachfrage unterproportional zum Einkommen und liegt die Einkommenselastizität also über 0 und unter 1, spricht man von einem notwendigen Gut (siehe Abbildung).

Es sind für die unterschiedlichen Elastizitätsbereiche auch andere Bezeichnungen geläufig; hierfür wird auf den Artikel Inferiores Gut#Abweichende Definitionen verwiesen.

LiteraturBearbeiten

  • Geoffrey A. Jehle und Philip J. Reny: Advanced Microeconomic Theory. 3. Aufl. Financial Times/Prentice Hall, Harlow 2011, ISBN 978-0-273-73191-7.

Siehe auchBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Für den Beweis siehe Jehle/Reny 2011, S. 61.