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Ehrenmal für die im Zuchthaus Brandenburg-Görden hingerichteten antifaschistischen Widerstandskämpfer

Gedenkstätte für NS-Opfer in Brandenburg
Teilansicht des Ehrenmals
Schwurhand der Bildhauerin Monika Spiess

Das Ehrenmal für die im Zuchthaus Brandenburg-Görden hingerichteten antifaschistischen Widerstandskämpfer ist in Brandenburg an der Havel eine Gedenkstätte und ein Ehrenfriedhof für die im Zuchthaus Brandenburg-Görden durch die Nationalsozialisten ermordeten Antifaschisten.

GeschichteBearbeiten

Die Gedenkstätte am nördlichen Fuß des Marienberges wurde im Jahr 1947 errichtet. Sie wurde unweit des städtischen Krematoriums gebaut, in dem die Ermordeten eingeäschert wurden. 1975 wurde das Mahnmal erweitert und umgestaltet.

MahnmalBearbeiten

Zentrales Element der Gedenkstätte ist eine acht Meter hohe Wand aus roten Klinkern, welche die Zuchthausmauer symbolisieren soll. Vor dieser steht eine von Franz Andreas Threyne geschaffenen Figur aus Bronze, die einen Widerstandskämpfer darstellt, der mit gefesselten Händen zu seiner Hinrichtung geführt wird. Neben diesem befindet sich ein bronzener Trauerkranz. Auf der Vorderseite der Wand steht in großen metallenen Lettern:

„ZUM TODE GEFÜHRT
UND SIEHE
WIR LEBEN“

Auf der Rückseite der Wand befindet sich als weitere Inschrift:

„IHR KAMPF
IST UNS
VERPFLICHTUNG“

Links und der Wand vorgelagert befindet sich eine Schale der Ehrenden Flamme, in deren Inschrift der Nationalitäten der Ermordeten gedacht wird:

„WIDERSTANDSKÄMPFER • BELGIER • DEUTSCHE • FRANZOSEN • GRIECHEN • ITALIENER • JUGOSLAWEN • NIEDERLÄNDER • NORWEGER • ÖSTERREICHER • POLEN • SOWJETBÜRGER • TSCHECHOSLOWAKEN“

Seitlich rechts wurde eine flachere Mauer aus ebenfalls roten Klinkern errichtet. Diese hat eine Inschrift, welche durch eine steinerne Schwurhand der Bildhauerin Monika Spiess zweigeteilt wird:

„EHRENDES GEDENKEN
DEN ANTIFASCHISTISCHEN WIDERSTANDSKÄMPFERN,
DIE IM EHEMALIGEN ZUCHTHAUS
BRANDENBURG-GÖRDEN ERMORDET WURDEN

ZU DEN ERMORDETEN
GEHÖREN DIE HERVORRAGENDEN KÄMPFER
ANTON SAEFKOW BERNHARD BÄSTLEIN
THEODOR NEUBAUER WERNER SEELENBINDER

Weiterhin gehören zur Anlage 96 Grabplatten mit 365 Namen der Ermordeten, deren Asche in Brandenburg blieb.[1] Das Ehrenmal ist Teil des Baudenkmals Marienberg.[2]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Das Ehrenmal. In Erinnerung an die Hingerichteten aus dem Zuchthaus. In: stadtmuseum-brandenburg.de. Stadtmuseum Brandenburg, abgerufen am 6. April 2019.
  2. Denkmalliste des Landes Brandenburg Stadt Brandenburg an der Havel Stand: 31.12.2018. Abgerufen am 6. April 2019.

Koordinaten: 52° 25′ 4,5″ N, 12° 32′ 48,8″ O