EFS Hausgeräte

Unternehmen
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EFS Hausgeräte GmbH mit Sitz in Duisburg war eine deutsche Tochter des ehemaligen italienischen ARDO-Konzerns (Antonio Merloni), die Weiße Ware herstellte. Der Name stand als Abkürzung für die drei deutschen Marken EBD (Erwin Bonn Duisburg), Foron und Seppelfricke.

EFSBearbeiten

EFS wurde im November 2001 als Nachfolger der EBD gegründet und stellte unterschiedlichste Produkte des Weiße-Ware-Bereichs in den Segmenten Kochen und Backen, Kühlen und Gefrieren sowie Waschen und Trocknen her.[1]

2001 erwirtschaftete EFS mit 160 Angestellten 69 Mio. Euro.[2] Am 18. Dezember 2009 wurde für EFS ein vorläufiger Insolvenzverwalter eingesetzt.[3] Im März 2012 wurde EFS Hausgeräte aus dem Handelsregister gelöscht.[4]

Die historischen Wurzeln der drei Marken gehen zum Teil bis ins 19. Jahrhundert zurück. Die Produktionsstätten von EBD in Duisburg, Foron in Scharfenstein und Seppelfricke in Gelsenkirchen wurden eingestellt, als EFS seine Produktion ins europäische Ausland verlagert hatte.

Antonio Merloni (ARDO)Bearbeiten

EFS gehörte der italienischen Antonio Merloni S.p.A. (ARDO). Im Jahr 2008 wurde die ARDO-Gruppe Antonio Merloni von der Weltfinanzkrise so schwer getroffen, dass sie unter Zwangsverwaltung gestellt und für zahlungsunfähig erklärt wurde.[5] Trotz Werksschließungen und Produktionsverkäufen konnten Pläne für eine Wiederaufnahme der Aktivitäten nicht verwirklicht werden. Die Gesellschaft Antonio Merloni ist seither in Liquidation, besitzt aber immer noch die Markenrechte der ehemaligen deutschen Tochter EFS Hausgeräte mit den Marken EBD (Erwin Bonn Duisburg), Foron und Seppelfricke.

EBDBearbeiten

 
Erwin Bonn

EBD (Erwin Bonn Duisburg) ist ein ehemaliger Hersteller von Haushaltsgroßgeräten. Das Unternehmen wurde am 1. September 1934 als Vertretung für Waschmaschinen und deren Zubehörteile gegründet. 1950 fertigte das Unternehmen die ersten Wäschepressen und Holzbottichmaschinen, die ab 1957 unter dem Namen „Meisterstück“ in Serie gingen. Die „Meisterstück“ war in den 1950er- und 1960er-Jahren ein renommierter Markenname unter den Holzbottichmaschinen und Wäschepressen. Zusätzlich vertrieb EDB die Marke Merloni für den deutschen Markt seit den 1970er Jahren als preiswerte Alternative.[6] 1994 erwarb Antonio Merloni das Unternehmen und wandelte es 2001 im Rahmen der Fusion von Seppelfricke und Foron in EFS um.[7]

SeppelfrickeBearbeiten

Seppelfricke wurde nach Insolvenz im Dezember 2000 übernommen.[6]

ForonBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. EFS: Markenbündelung abgeschlossen. In: möbelkultur.de. 3. Dezember 2001, archiviert vom Original; abgerufen am 27. Dezember 2019.
  2. Geschäftsführer Müller bittet um Vertragsauflösung. In: möbelkultur.de. 28. September 2004, archiviert vom Original; abgerufen am 27. Dezember 2019.
  3. Justizportal - Insolvenzbekanntmachungen: 63 IN 278/09 Amtsgericht Duisburg, 18. Dezember 2009
  4. Handelsregister - Bekanntmachung: HRB 19591 Amtsgericht Duisburg, 16. März 2012
  5. ARDO: Mutterkonzern wird vom Staat unterstützt. In: möbelkultur.de. 20. Oktober 2008, archiviert vom Original; abgerufen am 27. Dezember 2019.
  6. a b Seppelfricke: Übernahme perfekt. In: möbelkultur.de. 5. Dezember 2000, archiviert vom Original; abgerufen am 27. Dezember 2019.
  7. EDB Serviceinformation auf werkskundendienst.de, abgerufen 26. August 2019