Hauptmenü öffnen

Dysphorie

Störung des emotionalen Erlebens

Als Dysphorie wird eine Störung des emotionalen Erlebens (Affektivität) bezeichnet, die durch eine ängstlich-bedrückte, traurig-gereizte Stimmungslage charakterisiert ist Die Betroffenen erleben sich dabei als unzufrieden, schlecht gelaunt, misslaunig oder missgestimmt, mürrisch, verdrossen oder verärgert bzw. werden dementsprechend wahrgenommen.[1]

Es handelt sich meist um eine „banale Alltagsverstimmung“ ohne Krankheitswert; gelegentlich kann Dysphorie jedoch als Symptom im Rahmen von Krankheiten oder als Folge davon auftreten. Die Dysphorie bildet das sprachliche Gegenstück zur Euphorie.[2]

Inhaltsverzeichnis

PsychopathologieBearbeiten

Eine anhaltende Dysphorie kann aber auch als Folge vielfältiger körperlicher und psychischer Erkrankungen, beispielsweise auch einer PTBS (Posttraumatischen Belastungsstörung) entstehen. Diese kann die Ausprägung einer komorbiden Depression annehmen.[3]

Als symptomatische Stimmungsänderung wird sie beim prämenstruellen Syndrom (prämenstruelle Dysphorie) sowie bei hirnorganischen Erkrankungen, Intoxikationen oder Entzugssyndromen beobachtet.

Siehe auchBearbeiten

Quellen und EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Duden.de: Stichwort Dysphorie
  2. Pschyrembel klinisches Wörterbuch, Verlag deGruyter, 267. Auflage 2017 (ISBN 978-3-11-049497-6). (Stichwort Dysphorie, online)
  3. Hofmann Arne (Hrsg.): EMDR - Praxishandbuch zur Behandlung traumatisierter Menschen, Thieme, 5. erw. Aufl. 2014, S. 54 ISBN 978-3-13-118245-6

LiteraturBearbeiten

  • Mathias Berger (Hrsg.): Psychische Erkrankungen – Klinik und Therapie, Elsevier, 3. Aufl. 2008
  Dieser Artikel behandelt ein Gesundheitsthema. Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt keine Arztdiagnose. Bitte hierzu den Hinweis zu Gesundheitsthemen beachten!