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Dresdner Hefte

Wissenschaftliche Fachzeitschrift

Die Dresdner Hefte sind eine in Dresden seit 1983 erscheinende regional- und kulturgeschichtliche Zeitschrift. Bis 1990 wurden sie durch die im Kulturbund der DDR organisierte Forschungsgemeinschaft Kulturgeschichte des Dresdner Raumes herausgegeben, seit 1992 ist der Dresdner Geschichtsverein der Herausgeber. Die Zeitschrift erscheint vierteljährlich. Jedes Heft widmet sich einem Schwerpunktthema.

Dresdner Hefte

Beschreibung Zeitschrift zur Regional- und Kulturgeschichte Dresdens
Verlag Geschichtsverein Dresden e. V.
Erstausgabe 1983
Erscheinungsweise vierteljährlich
Verkaufte Auflage 5000 Exemplare
Chefredakteur Justus H. Ulbricht
Herausgeber Geschichtsverein Dresden e. V.
Weblink www.dresdner-geschichtsverein.de/hefte.html
ISSN

GeschichteBearbeiten

Im Zuge einer seit Anfang der 1980er Jahre zu registrierenden Liberalisierung der DDR-Kulturpolitik rückte auch die sogenannte „Erbepflege“ in den Vordergrund. In Dresden wurde dies als Chance genutzt, die regionale Kulturgeschichte auch publizistisch aufzubereiten und einem größeren Publikum zugänglich zu machen. Der Forschungsgemeinschaft Kulturgeschichte des Dresdner Raumes im DDR-Kulturbund gelang es, eine Lizenzierung für eine eigene Zeitschriftenreihe zu erhalten. Durch die Mitarbeit renommierter Fachleute erarbeitete sich die Zeitschriftenreihe bald eine gute Reputation.[1]

Diese Reputation half auch, die Dresdner Hefte über die Umbrüche der Wende hinweg zu erhalten. Der 1991 gegründete Dresdner Geschichtsverein übernahm ab 1992 die Herausgeberfunktion, unterstützt durch einen Redaktionsbeirat. Mitglieder dieses Beirats sind bzw. waren unter anderem Matthias Herrmann, Hans John, Harald Marx und Winfried Müller. Die Gesamtredaktion lag von 1990 bis 2016 bei Hans-Peter Lühr, dessen Nachfolger zum 1. August 2016 Justus H. Ulbricht wurde.[2]

Seit 1991 erweiterten die Dresdner Hefte das Themenspektrum. Ein Schwerpunkt wurde die Geschichte Dresdens und der Region im 19. und 20. Jahrhundert, vor allem zu den wichtigen politischen Umbrüchen und deren Folgen. Weiterer Themenkomplex sind die verschiedenen Kulturlandschaften, sowohl die Kulturlandschaft Dresdner Elbtal als auch kleinteiligere Kulturräume, etwa zu Loschwitz-Pillnitz oder zu Moritzburg, aber auch zu Bauwerken wie bspw. dem Dresdner Neumarkt. Ebenfalls behandelt wurden die Beziehungen Dresdens zu den verschiedenen europäischen Nachbarn, etwa zu Polen, Italien, Böhmen oder der Schweiz.

Thematisiert wurden in den Dresdner Heften auch berühmte Persönlichkeiten, die in Dresden gewirkt haben, bspw. Richard Wagner oder Carl Gustav Carus. Weiterer Schwerpunkt sind bis heute Einzelthemen wie etwa die Geschichte des Dresdner Sports oder jüdisches Leben in der Stadt. Die Hefte erscheinen vierteljährlich in einer Auflage von ca. 5000 Stück. Bis September 2013 sind insgesamt 115 reguläre Hefte erschienen.[1]

Seit 2012 sind die ersten fünfzig Hefte in digitaler Form auf den Seiten der SLUB Dresden zugänglich. Neben den regulären Heften gibt es in unregelmäßigen Abständen auch Sonderhefte, von denen bislang sieben erschienen sind, unter anderem mit den Nachkriegstagebüchern von Victor Klemperer und den Tagebüchern des Malers Curt Querner.[1] 1993 wurden die Dresdner Hefte mit dem „Bundespreis der deutschen Heimatzeitschriften“ ausgezeichnet.[3]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c Dresdner Neueste Nachrichten: Von der Erbepflege zur Geschichte für die Gegenwart. Die Dresdner Hefte feiern dreißigjähriges Jubiläum – Rückblick auf eine wechselvolle Geschichte, DNN vom 14./15. September 2013
  2. Justus H. Ulbricht übernimmt „Dresdner Hefte“. In: FLURFUNK. 31. März 2016, abgerufen am 29. August 2016.
  3. Dresdner Hefte auf dresden.de (Memento des Originals vom 6. April 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.dresden.de, abgerufen am 14. September 2013

WeblinksBearbeiten