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Dotter

Nährstoffreserve einer Eizelle

Der oder das Dotter (griech. λέκιθος lekithos, lat. vitellum) ist eine Ansammlung von Reservestoffen einer Eizelle. Dieser Speicher liefert dem sich entwickelnden Embryo Baumaterial und Nährstoffe, bis der Organismus selbständig Nahrung aufnehmen kann.

Anfangs sind diese Speichersubstanz (Nährdotter) und die Eizelle (Bildungsdotter) gemeinsam von der Vitellinmembran (Dotterhaut) umgeben. Diese Gesamtheit wird allgemeinsprachlich und insbesondere bei Vogeleiern als Dotter oder Eigelb bezeichnet.

Die Eizelle liegt zwecks Befruchtung als flache Scheibe (Keimscheibe) unmittelbar unter der Dotterhaut. Diese besteht aus Protein und entspricht der Zona pellucida der Säugetiere. Keimscheibe heißen auch noch die bei Vögeln und Reptilien flachen Stadien der Embryonalentwicklung. Im weiteren Verlauf wird der Dotter von embryonalen Zellen umwachsen und ausgebeutet.

Klassifikation von EiernBearbeiten

Unterscheidung nach der Anordnung des Dotters im Ei:

  • isolecithal: gleichmäßig
  • anisolecithal: ungleichmäßig
  • zentrolecithal: Ansammlung im Zentrum
  • telolecithal: Dotter vorwiegend am vegetativen Pol

Der Dotter kann nicht nur im Ei (endolecithal) liegen, sondern auch in weiteren Zellen außerhalb der Vitellinmembran (ektolecithal).

Schließlich können Eier nach ihrem Dottergehalt eingeteilt werden:

  • oligolecithal: wenig (z. B. der Laich von Knochenfischen und Amphibien)
  • mesolecithal: mittel
  • polylecithal: viel (z. B. Vogelei)

WeblinksBearbeiten