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Die Insel der tausend Freuden

Film von Hubert Frank (1978)

Die Insel der tausend Freuden ist ein Ende 1977 entstandener, deutscher Erotik- und Exploitationfilm von Hubert Frank.

Filmdaten
OriginaltitelDie Insel der tausend Freuden
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr1978
Länge90 Minuten
AltersfreigabeFSK 18
Stab
RegieHubert Frank
DrehbuchJean Jacques Duval
ProduktionLisa Film (Karl Spiehs)
MusikGerhard Heinz
KameraFranz X. Lederle
SchnittIngeborg Taschner,
Inge Moritz
Besetzung

HandlungBearbeiten

Handlungsort ist die Tropeninsel Mauritius. Michael hatte als professioneller Tennisspieler einst einigen Erfolg gehabt und ordentlich Geld verdient. Als es mit dem Erfolg bergab ging, begann er sich dem Glücksspiel zuzuwenden. Seitdem hat er beträchtliche Schulden gemacht, die nun ein ziemlich skrupelloser Geselle namens Howard bei ihm eintreiben möchte. Michaels Tante, Lady Henriette, weigert sich ihm zu helfen, obwohl sie es sich finanziell leisten könnte. Daraufhin versucht Michaels blonde Geliebte Sylvia, bei diesem Filmtitel ebenso selbstverständlich wie erwartungsgemäß nymphoman veranlagt, den mit der hübschen und nicht minder blonden Julie Verheirateten dazu zu bewegen, Tantchen wegen ihrer Millionen zu ermorden. Michael will aber nicht so recht, und daher ziehen der Ganove Howard und sein Folterknecht Ming andere Seiten auf: kurzerhand werden einige hübsche, junge Damen wie beispielsweise das dunkle Hausmädchen Lady Henriettes entführt, die im Tropenparadies als nackte Sklavinnen verkauft werden sollen.

Nun aber schaltet sich eine junge Dame namens Peggy ein. Sie ist von Beruf Privatdetektivin und soll im Auftrag Lady Henriettes verhindern, dass der labile Michael allzu große Dummheiten begeht. Bald geraten alle beteiligten, jungen Frauen ebenfalls vorübergehend in die Hände von Sklavenhändler Howard, der sich auf neues „Frischfleisch“ freut. Doch stattdessen kommt es zu einem munteren Bäumchen-wechsle-dich-Spiel. Während sich Michael am Strand bald mit Peggy verlustiert, treiben es seine Geliebte und seine Ehefrau splitternackt miteinander im heißen Tropensand von Mauritius. Nur Ming darf weiterhin genüsslich die Peitsche schwingen. Doch löst sich alles irgendwann in Wohlgefallen auf: Howard entschwindet ebenso unverhofft wie die Mädchen wieder freikommen – das Hausmädchen wird von ihrem Liebhaber, Henriettes Gärtner, befreit. Selbst die beiden verdorben-schurkischen Hobbylesben Sylvia und Julie müssen keine Bestrafung fürchten, sondern verlassen die Insel, nacktbadend auf einer Yacht, in trauter Eintracht. Peggy und der entschuldete Michael aber können einer gemeinsamen Zukunft entgegensehen.

ProduktionsnotizenBearbeiten

Die 23 Drehtage umfassenden Dreharbeiten zu Die Insel der tausend Freuden fanden vom 22. November bis zum 17. Dezember 1977 auf Mauritius statt. Die Fertigstellung des Films erfolgte am 16. Februar 1978, uraufgeführt wurde Die Insel der tausend Freuden am 3. März 1978 in drei bundesdeutschen Kinos in Nürnberg, Passau und Ingolstadt.[1]

Die Produktionsleitung hatte Erich Tomek, die Aufnahmeleitung Otto W. Retzer. Alain Dupont sorgte für die Ausstattung, Rolf Albrecht entwarf die Kostüme. Der renommierte Schauspieler Art Brauss absolvierte hier seine Rolle unter de Pseudonym William Levine. Der Film war ein fast ebenso großer Erfolg wie Vanessa, bei dem ebenfalls Hubert Frank Regie geführt hatte.[2]

KritikBearbeiten

„Eine Privatdetektivin klärt mehrere Kriminalfälle auf einer Insel im Indischen Ozean auf. Ein sich am Schluß zur Komödie wendender Abenteuerfilm mit viel Sex, etwas Kriminalität und Sadismus. Auch die Machart des sich als ‚Emanuela‘-Epigone präsentierenden Films ist bescheiden.“

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Deutsches Institut für Filmkunde (Hrg.): Deutsche Filme 1978, zusammengestellt von Rüdiger Koschnitzki. S. 95
  2. Roman Schliesser: Die Supernase. Karl Spiehs und seine Filme, Verlag Carl Ueberreuter, Wien 2006, S. 131
  3. Die Insel der tausend Freuden. In: Lexikon des internationalen Films. Zweitausendeins, abgerufen am 2. März 2017.Vorlage:LdiF/Wartung/Zugriff verwendet