Deutscher Krebskongress

Der Deutsche Krebskongress (DKK) ist der größte und älteste Fachkongress zur Krebsdiagnostik und Krebstherapie im deutschsprachigen Raum. Der 34. Deutsche Krebskongress fand vom 19. bis 22. Februar 2020 in Berlin statt. Er wurde zum vierten Mal in Folge gemeinsam von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) Berlin und der Deutschen Krebshilfe (Bonn/Berlin) ausgerichtet.[1] Das Motto lautete:„Informativ. innovativ. integrativ. Optimale Versorgung für alle“. Kongress-Präsident war Prof. Dr. Andreas Hochhaus vom Universitätsklinikum Jena. Die Komplexität der Erkrankung erfordere eine enge Zusammenarbeit verschiedenster Fachrichtungen. „Deshalb ist es mir wichtig, alle an der Versorgung von Krebspatientinnen und Patienten beteiligten Berufsgruppen wie etwa die Chirurgie, Strahlentherapie, Expertinnen und Experten für medikamentöse Tumortherapie, Pathologie, Radiologie und Pflege zu integrieren“, betonte Hochhaus.[2]

Der 35. Deutsche Krebskongress findet vom 23. bis 26. Februar 2022 in Berlin statt. Kongresspräsident ist Prof. Dr. Michael Ghadimi, Direktor der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Kinderchirurgie der Universitätsmedizin Göttingen.[3]

Neuer Teilnehmer-RekordBearbeiten

Der letzte Fachkongress 2018 mit internationaler Beteiligung erzielte nach Angaben der Veranstalter einen Teilnehmer-Rekord: rund 12.000 Experten tauschten sich im Laufe der vier Kongresstage über die Fortschritte in der Onkologie aus und diskutierten die neuesten Ergebnisse in der Krebsmedizin. Zentrale Themen waren dabei Diagnose, Therapie und "Über-Leben".[4] Beim Kongress 2016 waren l1.235 Teilnehmer aus allen Berufsgruppen rund um das Thema Krebs registriert.

Der DKK wurde auch 2020 weder von der pharmazeutischen Industrie, noch von Medizinprodukte-Herstellern und Medizingeräteherstellern oder ähnlichen Branchen finanziert: Wissenschaftlicher Bereich und Industriebereich sind nach Angaben der Veranstalter organisatorisch, räumlich, visuell und finanziell strikt getrennt.[5]

GeschichteBearbeiten

Der erste DKK fand 1951 statt. Danach folgten im Zweijahres-Rhythmus die Kongresse bis 1971. Nach einer kurzen Unterbrechung findet seit 1974 der DKK wieder alle zwei Jahre statt. Alleinausrichter war bis einschließlich 2012 die Deutsche Krebsgesellschaft. Seit dem 31. Deutschen Krebskongress im Februar 2014 sind die Deutsche Krebsgesellschaft und die Deutsche Krebshilfe gleichberechtigte Ausrichter des Kongresses.

KrebsaktionstagBearbeiten

Traditionell beinhaltet der Fachkongress auch einen Krebsaktionstag für Betroffene, Angehörige und Interessierte. Er fand im Rahmen des 32. DKK am 27. Februar 2016 statt und zählte über 2000 Besucher. In Vorträgen und Fragerunden – erstmals auch auf Türkisch – wurden die Erkenntnisse vom Fachkongress und aus der Forschung den Betroffenen allgemeinverständlich vorgestellt.[6]

DKK on demandBearbeiten

Sofern die Vortragenden und Referenten ihre Zustimmung gegeben haben, werden Vorträge und Sitzungen des DKK als Video aufgezeichnet. Sie sind dauerhaft und kostenfrei auf der Internetplattform DKK on demand archiviert.[7]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Gemeinsame Pressemeldung der DKG und der Deutschen Krebshilfe, abgerufen am 27. November 2019
  2. Statement,abgerufen am 28. November 2019
  3. https://www.dkk2020.de/, Kongress-Website, abgerufen am 2. März 2020
  4. https://www.krebshilfe.de/informieren/presse/pressemitteilungen/neuer-teilnehmerrekord-auf-dem-deutschen-krebskongress/, Ergebnis-Pressemeldung, abgerufen am 26. Februar 2018
  5. Information gemäß der Initiative transparente Zivilgesellschaft
  6. 7. Krebsaktionstag 2016 in Berlin
  7. DKK on demand