Hauptmenü öffnen

Deutsche WertpapierService Bank

Transaktionsbank mit Sitz in Frankfurt/Main
  Deutsche WertpapierService Bank AG
Logo
Staat DeutschlandDeutschland Deutschland
Sitz Frankfurt am Main
Rechtsform Aktiengesellschaft
Bankleitzahl 500 306 00[1]
BIC DWPB DEFF XXX[1]
Gründung 4. August 2003
Website www.dwpbank.de
Geschäftsdaten 2018[2]
Bilanzsumme 526.756 Tsd. EUR
Mitarbeiter 1.234
Leitung
Vorstand Heiko Beck, Vorsitzender
Thomas Klanten
Markus Neukirch
Aufsichtsrat Thomas Ullrich, Vorsitzender
Klaus Tiedeken, stv. Vorsitzender

Die Deutsche WertpapierService Bank AG (dwpbank) führt als Transaktionsbank die Wertpapierabwicklung für Finanzinstitute aus dem Sparkassen- und Genossenschaftsbereich, aber auch aus dem Privat- und Geschäftsbankensektor durch. Die dwpbank verwaltet derzeit rund 4,8 Millionen Wertpapierdepots.[3]

GeschichteBearbeiten

Die dwpbank in ihrer heutigen Form entstand am 4. August 2003 aus der Fusion zwischen Bank für Wertpapierservice und -systeme AG, Frankfurt (bws bank) und der WPS WertpapierService Bank AG, Düsseldorf (WPS Bank). Die Vorgängerinstitute starteten bereits Mitte 1998 als Pioniere im Transaction Banking. Bei der Gründung waren die Gesellschaftsanteile auf den Sparkassenverband Westfalen-Lippe, Münster mit 25 %, den Rheinischen SGV, Düsseldorf mit 25 %, der DZ Bank, Frankfurt mit 40 % und der WGZ-Bank, Düsseldorf mit 10 % verteilt. Damit war die Eigentümerstruktur paritätisch auf die Volksbanken- und Sparkassen-Gruppe aufgeteilt. Die Eigentümerstruktur ist jedoch für weitere Eigner offen gestaltet.

Im März 2007 erweiterte sich die dwpbank durch den Erwerb TxB Transaktionsbank GmbH. Die zunächst als hundertprozentiges Tochterunternehmen in der "dwpbank-Gruppe" weitergeführte TxB wurde am 25. August 2008 auf die dwpbank verschmolzen.

Im Jahr 2017 wurde mit der dwp Service GmbH eine 100%ige Tochtergesellschaft mit Sitz in Halle (Saale) gegründet, welche den Kunden der dwpbank mit 84 Mitarbeitern Dienstleistungen im Backoffice-Bereich erbringt. Ferner gehören der dwpbank 100 % der dwp Software Kft mit Sitz in Budapest, die mit ihren 35 Mitarbeitern für Softwareentwicklung und IT-Beratung zuständig ist.[4]

GesellschafterBearbeiten

Das gezeichnete Kapital verteilt sich auf:[5]

  • 50 % DZ Bank
  • 20 % Sparkassenverband Westfalen-Lippe
  • 20 % Rheinischer Sparkassen- und Giroverband
  • 3,74501 % BayernLB
  • 3,74499 % Landesbank Hessen-Thüringen
  • 2,51 % HSH Nordbank

Die bei der Gründung beteiligte WGZ-Bank hatte ihren 10 %-Anteil zwischenzeitlich an die DZ Bank verkauft.

OrganeBearbeiten

VorstandBearbeiten

Seit dem 1. Januar 2016 bilden Heiko Beck (Dezernat für Unternehmenssteuerung und Kundenmanagement), Thomas Klanten (Dezernat für IT und Finanz- und Risikomanagement) sowie Markus Neukirch (Dezernat für Operations) den Vorstand der dwpbank. Heiko Beck wurde zum 1. Januar 2016 zum Vorstandsvorsitzenden berufen.[6] Am 1. Februar 2017 wurde Markus Neukirch Vorstandsmitglied und folgte damit auf Christian Tonnesen. Klanten, zuvor Generalbevollmächtigter und seit Gründung im Management der dwpbank tätig, wurde am 28. November 2013 in den Vorstand berufen; Tonnesen kam zum 1. November 2011 von der HSH Nordbank. Gleichzeitig zum 28. November 2013 schieden der bisherige Vorstandsvorsitzende Markus Walch und der Vertriebsvorstand Karl-Martin im Brahm aus dem Unternehmen aus. Walch war Mitglied des Vorstands seit Oktober 2011 (zuvor DAB Bank) und ab 1. Januar 2012 Vorsitzender; im Brahm (zuvor S-Broker) gehörte dem Vorstand seit Dezember 2007 an.[7]

Seit der Unternehmensgründung 2003 wurde der Vorstand von Ralf Gissel geleitet, der für das Ressort Unternehmenssteuerung zuständig war und am 6. April 2011 überraschend aus der dwpbank ausschied. Der ebenfalls seit Gründung durchgängige stellvertretende Vorstandsvorsitzende Sören Christensen war zum 31. Dezember 2011 altersbedingt aus dem Vorstand ausgeschieden.

AufsichtsratBearbeiten

Seit dem 24. Juni 2013 besteht der Aufsichtsrat der dwpbank zu zwei Dritteln aus Vertretern der Aktionäre und zu einem Drittel aus Vertretern der Arbeitnehmer. Insgesamt hat er 15 Mitglieder.[8]

StandorteBearbeiten

 
Hauptsitz in der Wildunger Straße 14 in Frankfurt

Hauptsitz ist Frankfurt am Main, die Bank unterhält darüber hinaus Niederlassungen an folgenden Orten:[9]

KundenBearbeiten

Die Bank betreut Finanzinstitute aus allen drei Säulen der deutschen Kreditwirtschaft. Sie betreut eine Zentralbank (DZ BANK) mit 902 angeschlossenen Kreditgenossenschaften, 352 Sparkassen aus 16 Bundesländern, fünf Landesbanken (BayernLB, HSH Nordbank, Helaba, NORD/LB und SaarLB) sowie 24 Institute aus dem Privat- und Geschäftsbankensektor, u. a. Deutsche Postbank, Santander Consumer Bank und Deutsche Kreditbank.[10]

Von dem im ersten Halbjahr 2007 auf das dwpbank-System gewechselten Großkunden Dresdner Bank AG wurden im April 2011 die Depots von Endkunden zur neuen Eigentümerin Commerzbank „de-migriert“. Die Commerzbank bleibt Kunde der dwpbank mit den Depots für Großkunden.

GeschäftsentwicklungBearbeiten

2018 2017 2016 2015 2014 2013 2012 2011 2010 2009 2008 2007
Depots (in Mio.) 4,7 4,8 5,0 5,2 5,3 5,3 5,5 5,9 7,5 7,8 8,3 8,6
Transaktionen (in Mio.) 26,3 24,4 22,7 24,0 20,9 21,2 19,4 25,4 28,5 28,8 39,8 50,0
Wertpapierbestand (in Mrd. €) 2.362 1.909 1.793 1.773 1.778 2.022 1.777 1.634 1.907
Jahresüberschuss (in Mio. €) 17,1 22,1 8,7 11,1 1,1 4,2 0.4 16.2
Bilanzsumme (in Mio. €) 526,8 952,9 582,5 473,6 455,0 568,2 549.9 704.0
Angeschlossene Institute 1.288 1.344 1.420 1.482 1.511 1.468 1.475 1.504
Mitarbeiter 1.234 1.265 1.319 1.350 1.464 1.509 1.594 1.689

(Stand Ende 2018)[3]

WertpapierabrechnungssystemeBearbeiten

Die dwpbank betreibt das Wertpapierabrechnungssystem WP2 mit angabegemäß "rund 230.000" Benutzern. Bis Ende 2010 wurden verschiedene weitere Abrechnungssysteme, auf die "zentrale IT-Plattform WP2" konsolidiert. Das Abrechnungsprogramm WVS wurde bis 2010 konsolidiert, das BSV bereits 2007. Das System WP-Kette der Dresdner Bank wurde 2007 konsolidiert. Die Systeme der TxB WIS und EWS PLUS wurden 2007 (EWS PLUS) und 2010 (WIS) auf WP2 umgestellt.

BOSC-ServicesBearbeiten

Als weitere Aufgabe übernimmt die dwpbank auf Wunsch, soweit möglich, die gesamten Wertpapier-Backoffice-Arbeiten verschiedener Mandanten.

LiteraturBearbeiten

  • Kundenmagazin »transact!on«[11]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten