Hauptmenü öffnen

Deutsche Apotheker- und Ärztebank

Genossenschaftsbank mit Hauptsitz in Düsseldorf
Deutsche Apotheker- und Ärztebank eG
(Apobank)
Logo
Staat DeutschlandDeutschland Deutschland
Sitz Düsseldorf
Rechtsform eingetragene Genossenschaft
Bankleitzahl 300 606 01[1]
BIC DAAE DEDD XXX[1]
Gründung 1902
Verband Genossenschaftsverband – Verband der Regionen e. V.
Website www.apobank.de
Geschäftsdaten 2018[2]
Bilanzsumme 45,3 Mrd. €
Einlagen 27,4 Mrd. €
Kundenkredite 32,0 Mrd. €
Mitarbeiter 2.523
Geschäftsstellen 85
Mitglieder 113.455
Leitung
Vorstand Ulrich Sommer (Vors.),
Thomas Siekmann (stv. Vors.),
Olaf Klose (Privatkunden),
Eckhard Lüdering (Kredit und Bankbetrieb),
Holger Wessling (Großkunden und Märkte)
Aufsichtsrat Frank Ulrich Montgomery (Vors.),
Sven Franke (stv. Vors.)
Liste der Genossenschaftsbanken in Deutschland

Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank eG (Apobank; Eigenschreibweise apoBank) ist eine Genossenschaftsbank mit Hauptsitz in Düsseldorf. Der Schwerpunkt liegt auf der ökonomischen Förderung und Betreuung von akademischen Heilberuflern.

Apobank - Zentrale

StrukturBearbeiten

Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank ist der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken angeschlossen.[3] Die Bank ist, im Gegensatz zu den meisten anderen genossenschaftlichen Banken in Deutschland, nicht regional begrenzt tätig. Sie steht in erster Linie akademischen Heilberuflern, wie Ärzten, Zahnärzten, Psychotherapeuten und Apothekern, deren Familienangehörigen, den Standesorganisationen der akademischen Heilberufe sowie Firmenkunden im Gesundheitsmarkt, offen.

OrganisationBearbeiten

Die apoBank besteht aus einem fünfköpfigen Vorstand und einem Aufsichtsrat aus 20 Mitgliedern. Dem Vorstand steht ein Beirat, bestehend aus 161 Mitgliedern, zur Seite. Die Genossenschaft besteht aus 113.455 Mitgliedern und 458.770 Kunden, die von 2.523 Mitarbeitern an 85 Standorten betreut werden.[2]

GeschichteBearbeiten

Im Jahr 1902 wurde der Kredit-Verein Deutscher Apotheker (KREDA) durch 18 Apotheker in Danzig gegründet. 1938 wurde der Kredit-Verein in Deutsche Apothekerbank e.G.m.b.H. umbenannt und 1939 mit dem Spar- und Kreditverein Deutscher Apotheker m.b.H. (SPARDA) fusioniert. Nach der Schließung der Bank 1945 kam es 1948 zur Neugründung als Westdeutsche Apothekerbank e.G.m.b.H. in Düsseldorf, wo die Bank sich erfolgreich entwickelte. 1955 verschmolz die Westdeutsche Apothekerbank mit der 1902 in Danzig gegründeten Deutschen Apothekerbank in Berlin zur Deutschen Apothekerbank e.G.m.b.H. - Bank für das Gesundheitswesen mit Sitz in Düsseldorf. Nach dieser Fusion erfolgte der schrittweise Aufbau des Filialnetzes. Neben der Berliner Filiale gehörte die Filiale Stuttgart zu den ersten der Bank.[4] 2018 erfolgte die Eröffnung des 85 Standorts der apoBank in Bochum.[5] Die apoBank ist seit Jahren nach der Bilanzsumme mit Abstand die größte deutsche genossenschaftliche Primärbank.

2018 stockte die Bank ihre Beteiligung von 24 % auf 50 % minus 1 Aktie an der PROFI Erste Projektfinanzierungs- und Beteiligungsgesellschaft AG mit Sitz in Zürich (Schweiz) auf, die sich unter anderem mit Beteiligungen an Abrechnungsdienstleistungen für Zahnärzte, Apotheken und sonstige Leistungserbringer im Gesundheitsmarkt befasst.[6]

JahresabschlüsseBearbeiten

Die Finanzkrise 2008 und 2009 führte 2009 zu einem massiven Einbruch des Bilanzgewinns.[7][8] Nachdem für das Geschäftsjahr 2009 keine Dividende ausgeschüttet wurde, hat die Apobank für die Geschäftsjahre 2010 bis 2018 wieder eine Dividende von 4 % gezahlt.[2]

EhrungenBearbeiten

Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank verleiht die Karl-Winter-Medaille an verdiente Mitglieder der Bank.[9]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Stammdaten des Kreditinstitutes bei der Deutschen Bundesbank
  2. a b c apobank.de (PDF)
  3. Einlagensicherung, abgerufen am 22. August 2017
  4. J. F. Volrad Deneke: Deutsche Apotheker- und Ärztebank – 100 Jahre. 2002, S. 214.
  5. Elisabeth Atzler: Apobank eröffnet neue Filialen. Abgerufen am 19. April 2019.
  6. Apobank darf Anteil an Dr. Güldener erhöhen. Deutsche Apothekerzeitung, 12. Dezember 2018; abgerufen am 24. April 2019
  7. Finanzkrise - Apobank: Mitgliedern droht Nullrunde (Memento des Originals vom 10. Juni 2015 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.apotheke-adhoc.de. In: apotheke adhoc, 30. November 2009.
  8. Anleger nehmen Herabstufung gelassen. In: FAZ.NET, 28. Oktober 2009.
  9. Personalia (PDF) Deutsches Ärzteblatt, 88, Heft 33, 15. August 1991 S. A-2739. Abgerufen am 24. Mai 2016.

Koordinaten: 51° 14′ 40,4″ N, 6° 44′ 12,7″ O