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Dementi

eine Ableugnung, ein Widerruf oder eine Richtigstellung von persönlichen, öffentlichen oder amtlichen Meldungen

Das Dementi (von französisch démentir „widersprechen“[1]) ist eine Ableugnung, ein Widerruf oder eine Richtigstellung von persönlichen, öffentlichen oder amtlichen Meldungen.

Dementis spielen dort eine wichtige Rolle, wo Gerüchte einen Einfluss auf die Wirklichkeit haben, etwa an der Börse, oder auch in der Politik. Ein Dementi erfolgt dabei sinnvollerweise meistens öffentlich.

Zu unterscheiden vom Dementi ist die Berichtigung, wo einer Meldung nicht grundsätzlich widersprochen wird, sondern nur wesentliche fehlerhafte Meldungsbestandteile richtiggestellt werden, wofür es das presserechtlich gewährleistete Berichtigungsbegehren gibt.[2]

Überspezifisches DementiBearbeiten

Von einem überspezifischen Dementi spricht man, wenn mit der Absicht, eine Richtigstellung oder einen Widerspruch vorzutäuschen, das Dementi bewusst konkreter formuliert wurde als nötig. Dabei wird in der Regel nur eine (korrekte) Aussage zu einem Teilaspekt der Kritik getroffen. Die ursprünglich zu dementierende Aussage bleibt hingegen unwidersprochen, was allerdings auf den ersten Blick oftmals schwer zu erkennen ist. So kann ein Unternehmen beispielsweise verkünden, aufgrund einer wirtschaftlichen Krise „in keinem Fall übereilt Stellen abzubauen“, ohne dem eigentlichen Gerücht (Pläne eines Stellenabbaus) zu widersprechen. Somit kann das Unternehmen trotz dessen einen nicht übereilten Stellenabbau anvisieren, ohne im Widerspruch zur Aussage des Dementis zu handeln.

WeblinksBearbeiten

 Wiktionary: Dementi – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. démentir quelqu’un: jemandem widersprechen; démentir quelque chose: etwas abstreiten; Pons Großwörterbuch Französisch, Ausgabe 2004, S. 188. ISBN 978-3-12-517181-7
  2. Brauner et al.: Lexikon der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit; Oldenbourg Wissenschaftsverlag GmbH, München 2001. ISBN 3-486-25030-2