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Das Schweizer Buch ist die Schweizerische Nationalbibliografie und wird von der Schweizerischen Nationalbibliothek seit 1901 herausgegeben. Das Schweizer Buch verzeichnet die schweizerische Medienproduktion: Bücher, geografische Karten, elektronische Medien, Musiknoten und Multimedien. Von Zeitschriften, Zeitungen, Jahrbüchern und Reihen wird jeweils die erste Nummer eines Titels angezeigt. Auch werden nichtschweizerische Publikationen erfasst, sofern sie von Schweizer Autoren stammen oder thematisch die Schweiz betreffen.

Inhaltsverzeichnis

Aufbau und UmfangBearbeiten

1901–1942: Bibliographisches BulletinBearbeiten

Von der Schweizerischen Landesbibliothek wurde von 1901 bis 1942 das Bibliographische Bulletin der Schweizerischen Landesbibliothek = Bulletin bibliographique de la Bibliothèque nationale Suisse herausgegeben. Von 1901 bis 1916 erscheint das Bulletin unregelmässig. Die verzeichneten Dokumente sind alphabetisch geordnet. Ab 1916 erscheint es monatlich. Die Titel sind nach Sachgruppen geordnet. Ein Autorenregister besteht. Neben der Bibliografie enthält das Bulletin einen redaktionellen Teil mit Anzeigen und Rezensionen. Jährlich erscheinen Verfasser- und seit 1938 Sachregister.

1943 ff.: Das Schweizer BuchBearbeiten

Ab 1943 wurde das Bibliographische Bulletin unter dem Titel Das Schweizer Buch = Le Livre suisse = Il libro svizzero fortgeführt. Die Jahrgangszählung des Bibliographischen Bulletins wird fortgeführt. Bis 1975 wurden zwei Serien publiziert: A. Erscheinungen des Buchhandels, halbmonatlich; B. Erscheinungen ausserhalb des Buchhandels, zweimonatlich. Seit der Zusammenführung der beiden Serien 1975 erscheint das Schweizer Buch alle zwei Wochen.

Bis 2007 erschienen die Hefte im Verlag des Schweizerischen Buchhändlervereins. 2007 wurde die gedruckte Ausgabe eingestellt. Seit 2007 wird das Schweizer Buch in einer dynamischen Online-Ausgabe und als PDF publiziert. Die dynamische Ausgabe ist über den Katalog der Schweizerischen Nationalbibliothek Helveticat konsultierbar. Die PDF-Ausgabe erscheint halbmonatlich und wird auf der Webseite der Schweizerischen Nationalbibliothek publiziert. Der Titel wurde um je einen rätoromanischen und englischen Paralleltitel ergänzt und lautet ab 2007 Das Schweizer Buch = Le Livre suisse = Il libro svizzero = Il cudesch svizzer = The Swiss book.

Das Schweizer Buch erfasst die aktuelle schweizerische Medienproduktion: Bücher, geografische Karten, Musiknoten und Multimedia. Von Zeitschriften, Zeitungen, Jahrbüchern und Reihen wird jeweils die erste Nummer eines Titels angezeigt. Nichtschweizerische Publikationen werden erfasst, sofern sie von Schweizer Autoren stammen oder thematisch die Schweiz betreffen.

Das Schweizer Buch ist nach Sachgruppen gemäss der Dewey-Dezimalklassifikation geordnet. In der PDF-Ausgabe bestehen Verfasser- und Titelregister. Die dynamische Online-Ausgabe bietet zahlreiche Sucheinstiege (Verfasser, Titel, Stichwort, Sachgruppe, etc.) Retrospektiv werden die Titel aufgenommen, die innerhalb der letzten 10 Jahre erschienen sind. Die Beschreibung erfolgt bis Oktober 2016 gemäss den Anglo-Amerikanischen Katalogisierungsregeln (AACR2). Ab Oktober 2016 werden die Medien nach den Katalogisierungsregeln RDA (Resource Description and Access) aufgenommen.[1] Die Aufnahmen enthalten alle Elemente für ihre eindeutige Identifikation. Im Heft 16 werden die Musiknoten erfasst. Vonn 2007 bis 2014 erschien Heft 25 mit einer Kumulation aller Zeitungen, Zeitschriften, Reihen und Jahrbücher.

WeblinksBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Totok-Weitzel. Handbuch der bibliographischen Nachschlagewerke. Band 1, Allgemeinbibliographien und allgemeine Nachschlagewerke. Hrsg. von Hans-Jürgen und Dagmar Kernchen. 6., etw., völlig neu bearb. Aufl. Frankfurt am Main, 1984. S. 60–63. ISBN 3-465-01592-4.
  • Silivia Brandigi: Die Entwicklung des Schweizer Buchs von 2001 bis 2007. In: Bibliotheksdienst, Band 41, 2007, Heft 9/10, S. 1013–1018.

EinzelnachweiseBearbeiten