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Allgemeines und PrinzipienBearbeiten

Die Burschenschaft Germania ist eine farbentragende, freischlagende[1] Burschenschaft, die keinem Dachverband angehört. Der Wahlspruch lautet Freiheit, Ehre, Vaterland. Mitglieder können alle männlichen Studenten werden, die an einer der Darmstädter Hochschulen eingeschrieben sind. Das Verbindungshaus befindet sich in der Darmstädter Innenstadt in unmittelbarer Nähe der Gebäude der TU Darmstadt.

CouleurBearbeiten

Wie die meisten Studentenverbindungen tragen die Mitglieder ein Band als Erkennungszeichen. Burschen tragen ein schwarz-weinrot-goldenes Band und Füchse ein weinrot-gold-weinrotes Band, jeweils mit goldener Perkussion. Die Mützenfarbe ist orange.

GeschichteBearbeiten

Die Darmstädter Burschenschaft Germania wurde am 2. November 1869[2] gegründet. 1955 spaltete sich die ursprüngliche Verbindung in die später so benannte „Darmstädter Burschenschaft Germania“ und die „Alte Darmstädter Burschenschaft Germania“ auf, weil die Deutsche Burschenschaft die Bestimmungsmensur 1954 wieder einführte, was zu einem Austritt aus der Deutschen Burschenschaft und der anschließenden Trennung führte. Seit diesem Zeitpunkt wurde das Studentische Fechten und die Mensur nur von wenigen Einzelmitgliedern der Darmstädter Burschenschaft Germania durchgeführt.

SegelfliegenBearbeiten

Als eine Besonderheit der Burschenschaft Germania kann man die Tatsache sehen, dass alle aktiven Mitglieder an der Segelflugschulung teilnehmen müssen, die von der Akaflieg DB auf dem Dörnberg in Nordhessen organisiert wird. Bereits seit 1931 werden auf dem Dörnberg Segelfluglehrgänge der Burschenschafter durchgeführt.

Bekannte MitgliederBearbeiten

Bekannte Mitglieder sind u. a. Otto Schwab, 1933/34 Bundesführer der Deutschen Burschenschaft, August Föppl, Erfinder der Föppl-Klammer in der technischen Mechanik und der Elektrotechnikprofessor Waldemar Petersen. Ebenfalls Mitglied war Heinrich Thörner, stellvertretender Vorsitzender der AEG, der Vorsitzender vieler Verbände war und u. a. als Verfechter des Europa-Gedanken galt. Neben vielen anderen Auszeichnungen erhielt er 1960 das Große Bundesverdienstkreuz.

Mitgliederverzeichnis:

  • Willy Nolte (Hrsg.): Burschenschafter-Stammrolle. Verzeichnis der Mitglieder der Deutschen Burschenschaft nach dem Stande vom Sommer-Semester 1934. Berlin 1934. S. 1022.

LiteraturBearbeiten

  • Hans-Georg Balder: Die Deutsche(n) Burschenschaft(en) – Ihre Darstellung in Einzelchroniken. Hilden 2005, S. 111–113.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Darmstädter Burschenschaft Germania: Vorurteile..
  2. E. H. Eberhard: Handbuch des studentischen Verbindungswesens. Leipzig, 1924/25, S. 131.