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Das DDR Museum Pirna ist ein privat geführtes Museum in Pirna im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge.

DDR-Museum Pirna
DDR-Museum Pirna Eingang 2015-01-17.JPG
Eingangsbereich des Museums
Daten
Ort Pirna
Art
Alltagsleben in der DDR
Eröffnung 16. Juli 2005
Besucheranzahl (jährlich) 30.000 (2013)[1]
Leitung
Conny Kaden
Website

Inhaltsverzeichnis

AusstellungBearbeiten

In einer Dauerausstellung gibt das Museum Einblicke in das Leben in der DDR bis 1989. Auf zwei Etagen mit einer Gesamtfläche von 2.000 Quadratmetern werden 120.000 Exponate (Stand April 2013[2]) in wechselnden Ausstellungen gezeigt. Zur Ausstellung gehören ein komplett eingerichteter Konsum, ein Kindergarten, ein Klassenzimmer, eine Krankenstation und verschiedene Kraftfahrzeuge sowie Werke des Fotografen Hartmut Schorsch (FF dabei).[3][4] Auf dem Außengelände des Museums steht seit Mai 2011 die alte Dresdner „Kinderstraßenbahn Lottchen“.[5] Eine Rarität ist ein Herzschrittmacher aus den 1960er Jahren und eine Geschirrspülmaschine.[6]

GeschichteBearbeiten

Die Ausstellung zeigt die 1993 begonnene Sammlung von Conny Kaden. Das Museum wurde am 16. Juli 2005 auf 250 m²[7] eröffnet. Im ersten Jahr des Bestehens hatte es fast 10.000 Besucher.[8] Seit dem 31. März 2007 befindet sich das Museum in der Rottwerndorfer Straße 45 in Pirna in einer alten Kaserne des ehemaligen Pionierbataillons der NVA mit 700 m² Ausstellungsfläche.[7][9] Seit April 2009 wird auch die zweite Etage des Gebäudes benutzt und erweitert so die Fläche auf 1500 m².[10] 2009 beging das Museum den 60. Jahrestag der Gründung der DDR u. a. mit einer Ansprache eines Erich-Honecker-Doubles und gut 4.000 Besuchern.[11] Auf dem Dach des Museums wurde 2010 eine 2500 m² große Solaranlage erbaut.[12] Im Jahr 2013 kamen knapp 30.000 Besucher[1] in das Museum.

Das Museum konnte schon einige Persönlichkeiten als Gast begrüßen, so z. B. Thomas Barth, Kapitän der DDR-Friedensfahrtauswahl[13] oder Puppendoktor Pille (alias Urte Blankenstein).[14]

TrägerschaftBearbeiten

Das Museum finanziert sich ausschließlich durch private Mittel und erhält von Stadt, Land oder anderen Institutionen keine Förderung und keine Unterstützung.

QuellenBearbeiten

  1. a b Sächsische Zeitung: Warum Zeitzeugen verfallen vom 1. April 2014
  2. Bild.de: Frau Ministerin, warum werden DDR-Museen gemobbt? vom 4. April 2013
  3. Bild.de: Niemand kam näher an die Honeckers ran vom 4. Mai 2010
  4. Sächsische Zeitung: Der Fotograf der Mächtigen und Schönen vom 8. Mai 2010
  5. Sächsische Zeitung: Lottchen schwebt ins Museum vom 22. November 2010
  6. Sächsische Zeitung: Kleine Rarität im DDR-Museum vom 28. April 2011
  7. a b Sächsische Zeitung: Reformeifer im DDR-Museum vom 24. Dezember 2013
  8. Chronik des Museums (Memento vom 26. August 2010 im Internet Archive)
  9. Sächsische Zeitung: Honecker auf Kurzbesuch vom 8. Oktober 2007
  10. Sächsische Zeitung: DDR-Museum expandiert am Tag der Arbeit vom 24. April 2009
  11. Sächsische Zeitung: Honi steigt am 60. Jahrestag der DDR in Pirna von der Trage vom 17. Oktober 2009
  12. Sächsische Zeitung: DDR-Museum bekommt Pirnas größte Solaranlage aufs Dach vom 28. April 2010
  13. Sächsische Zeitung: Radsportlegende kramt alte Geschichten hervor vom 17. Juli 2013
  14. Sächsische Zeitung: Frau Puppendoktor zu Gast im Museum vom 30. April 2013

WeblinksBearbeiten

  Commons: DDR-Museum Pirna – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 50° 56′ 37,5″ N, 13° 56′ 36,2″ O