Hauptmenü öffnen

Das Climate Service Center Germany (GERICS) hat die Aufgabe, prototypische Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln, um Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft bei der Anpassung an den Klimawandel zu unterstützen. GERICS hat seinen Sitz in Hamburg und wird von der Meteorologin und Klimaforscherin Daniela Jacob[1] geleitet.

GeschichteBearbeiten

GERICS wurde im Jahre 2009 von der Bundesregierung im Rahmen der Hightech-Strategie zum Klimaschutz des Bundesministerium für Bildung und Forschung am Helmholtz-Zentrum Geesthacht – Zentrum für Material- und Küstenforschung GmbH eingerichtet. Finanziert wurde es bis zum Jahre 2014 vom BMBF. Seit Juni 2014 ist GERICS eine selbständige wissenschaftliche Organisationseinheit des HZG. Es hat seinen Sitz im Hamburger Chilehaus und beschäftigt ein interdisziplinäres Team von Naturwissenschaftlern, Ökonomen, Geisteswissenschaftlern und Architekten mit rund 48 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Außerdem ist GERICS Bestandteil der Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel des Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit.

AbteilungenBearbeiten

GERICS ist interdisziplinär ausgerichtet und umfasst die Abteilungen „Klimasystem“, „Management natürlicher Ressourcen“, „Ökonomie und Politik“ und „Kommunikation“.

KlimasystemBearbeiten

Die Abteilung „Klimasystem“ stellt Daten und Informationen über die mögliche Entwicklung des Klimas bereit. In Klimamodellen werden Ereignisse wie Regen, Hitze oder Kälte für eine ausgewählte Region modelliert. Das heißt, dass auf Basis der klimatischen Entwicklungen der vergangenen Jahrzehnte die künftige Entwicklung prognostiziert wird. Neben den Veränderungen der vorausgegangenen Jahre werden auch Einflüsse, durch die eine weitere Veränderung zu erwarten ist, etwa ein erhöhter Ausstoß von Treibhausgasen oder Maßnahmen zum Klimaschutz, beachtet. Vertreter von Industrie und Verwaltung bekommen anhand dieser Klimamodelle Informationen für Entscheidungsprozesse.

Management natürlicher RessourcenBearbeiten

Die Abteilung „Management natürlicher Ressourcen“ berät Vertreter aus Land-, Forst- und Wasserwirtschaft, dem Gesundheitswesen sowie der Stadt- und Regionalplanung über Konzepte zur Anpassung an den Klimawandel, welche gleichzeitig Belange des Klimaschutzes und des Naturschutzes berücksichtigen. Dabei geht es unter anderem darum, die Artenvielfalt zu erhalten, eine nachhaltige Landnutzung sicherzustellen, Hochwasserereignissen zu begegnen oder der Ausbreitung von Krankheiten entgegenzuwirken.

Ökonomie und PolitikBearbeiten

Die Abteilung „Ökonomie und Politik“ beschäftigt sich mit den Kosten von Klimawandel und Klimaschutz. Die Abteilung bündelt Wissen über Klimapolitik und die ökonomischen Kosten des Klimawandels und entwickelt auf dieser Basis Schutz- und Anpassungsmaßnahmen. Entscheidungsträger aus Politik und Wirtschaft werden bezüglich der ökonomischen und politischen Folgen des Klimawandels und des Klimaschutzes beraten.

KommunikationBearbeiten

Die Abteilung „Kommunikation“ vermittelt Informationen zum Klimawandel und dessen Folgen. Ziel ist es, wissenschaftsbasierte Informationen zielgruppengerecht aufzubereiten und zu kommunizieren. Zu den Zielgruppen gehören Journalisten, interessierte Laien, Lehrer, Studenten und Schüler aber auch Wissenschaftler sowie Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung. Die Abteilung übernimmt damit eine Mittlerrolle zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Über uns – Hintergrund. In: www.climate-service-center.de. Abgerufen am 8. Oktober 2016.