Christian Saehrendt

deutscher Kunsthistoriker und Publizist

Christian Saehrendt (* 1968 in Kassel) ist ein deutscher Kunsthistoriker und Publizist.

LebenBearbeiten

Christian Saehrendt studierte Freie Kunst an der Hochschule für bildende Künste Hamburg,[1] anschließend Neueste Geschichte und Europäische Kunstgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin und der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. 2002 wurde er dort mit einer Arbeit über den Expressionisten Ernst Ludwig Kirchner promoviert. Er lebt heute in Thun.[2] Seit 1989 arbeitet er u. a. mit Steen T. Kittl zusammen.[3] Seit 2007 schrieben beide gemeinsam sieben populärwissenschaftliche Monografien. Aktuell betreiben sie den Kunst Blog "kingkunst.de".[4] Saehrendt verfasst neben populärwissenschaftlicher Literatur kunstwissenschaftliche Studien. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Kulturgeschichte des 20. Jahrhunderts, Kunstsoziologie, politische Kunst sowie populärwissenschaftliche Kunstvermittlung im Bereich Gegenwartskunst.[5] Eigenständig und in Kooperation mit Universitäten und Forschungseinrichtungen arbeitete er u. a. zu Auswärtige Kulturpolitik, politische Denkmäler (Plastik und Architektur) und über die Künstlergruppe „Die Brücke“.

WerkeBearbeiten

Populärwissenschaftliche MonographienBearbeiten

  • Schneewittchen und der kopflose Kurator. Der Reiseführer für documenta-Besucher, Romantiker und Horrorfans. DuMont, Köln 2017, ISBN 978-3-8321-6308-2.
  • mit Steen T. Kittl: Ist das Kunst oder kann das weg? Vom wahren Wert der Kunst. DuMont, Köln 2016, ISBN 978-3-8321-9772-8.
  • Gefühlige Zeiten. Die zwanghafte Sehnsucht nach dem Echten. DuMont, Köln 2015, ISBN 978-3-8321-9790-2. [6]
  • mit Steen T. Kittl: Du hast die Haare schön. Frisch frisierte Weisheiten für Sie und Ihn. DuMont, Köln 2014, ISBN 978-3-8321-9706-3. [7]
  • Kassel. Ist das Kunst – oder kann das weg? Documenta-Geschichten, Märchen und Mythen. DuMont, Köln 2012, ISBN 978-3-8321-9344-7.[8]
  • Blamage! Geschichte der Peinlichkeit. Bloomsbury, Berlin 2012, ISBN 978-3-8270-1064-3.[9]
  • mit Steen T. Kittl: Alles Bluff!: Wie wir zu Hochstaplern werden, ohne es zu wollen. Oder vielleicht doch? Heyne, München 2011, ISBN 978-3-453-17813-7 (auch auf koreanisch erschienen).[10]
  • mit Steen T. Kittl: Geier am Grabe van Goghs. Und andere hässliche Geschichten aus der Welt der schönen Künste. DuMont, Köln 2010, ISBN 978-3-8321-9093-4.
  • mit Steen T. Kittl: Was will Kunst? Campus, Frankfurt 2009, ISBN 978-3-593-38646-1 (Auch in Südkorea, der VR China und in Taiwan erschienen).
  • mit Steen T. Kittl: Das sagt mir was: Sprachführer Kunst: Sprachführer Deutsch – Kunst / Kunst – Deutsch. DuMont, Köln 2008, ISBN 978-3-8321-9094-1.[11]
  • mit Steen T. Kittl: Das kann ich auch!: Gebrauchsanweisung für Moderne Kunst. DuMont, Köln 2007, ISBN 978-3-8321-7759-1 (Sachbuchbestseller 2007. Auch auf türkisch, koreanisch, chinesisch (Taiwan und Volksrepublik) und auf spanisch (Spanien) erschienen, aktualisierte deutsche Auflagen 2009 und 2013 (Taschenbuch)).

Wissenschaftliche MonografienBearbeiten

  • Kunst im Kreuzfeuer. documenta, Weimarer Republik, Pariser Salons: Moderne Kunst im Visier von Extremisten und Populisten. Steiner Franz Verlag, Stuttgart 2020, ISBN 978-3-515-12753-0, S. 240.[12]
  • Kunst im Kampf für das Sozialistische Weltsystem. Auswärtige Kulturpolitik der DDR in Afrika und Nahost. Steiner Franz Verlag, Stuttgart 2017, ISBN 978-3-515-11722-7, S. 164.[13]
  • Kunst als Botschafter einer künstlichen Nation: Studien zur Rolle der bildenden Kunst in der Auswärtigen Kulturpolitik der DDR. Steiner Franz Verlag, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-515-09227-2, S. 197 (In der Reihe Pallas Athene. Beiträge zur Universitäts- und Wissenschaftsgeschichte, herausgegeben von Rüdiger vom Bruch und Eckart Henning Bd. 27). [14]
  • Der Stellungskrieg der Denkmäler. Kriegerdenkmäler im Berlin der Zwischenkriegszeit (1919-1939). Dietz, Bonn 2004, ISBN 978-3-8012-4150-6, S. 205 (herausgeg. von Michael Schneider und Dieter Dowe in der Reihe Politik- und Gesellschaftsgeschichte der Friedrich-Ebert-Stiftung).
  • „Die Brücke“ zwischen Staatskunst und Verfemung: Expressionistische Kunst als Politikum in der Weimarer Republik, im „Dritten Reich“ und im Kalten Krieg. Franz Steiner, Stuttgart 2005, ISBN 978-3-515-08614-1, S. 124 (Erschienen in der Reihe Pallas Athene. Beiträge zur Universitäts- und Wissenschaftsgeschichte, herausgegeben von Rüdiger vom Bruch und Eckart Henning Bd. 13.).
  • Ernst Ludwig Kirchner: Bohème-Identität und nationale Sendung. Lang, Peter, Frankfurt 2003, ISBN 978-3-631-50128-3, S. 241.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Lori Waxman: Lori Waxmans Kunstkritik: Christian Saehrendt. 12. August 2012, abgerufen am 15. Dezember 2020.
  2. http://www.derbund.ch/kultur/kunst/ein-crash-koennte-heilsam-sein/story/22532190
  3. Autorenportrait C. Saehrendt und S. Kittl In: Kölner Stadtanzeiger 28./29. April 2007.
  4. https://kingkunst.de/ueber-king-kunst-derkunstblog/
  5. Der Peter Lustig des Kunstbetriebs. Interview/Autorenporträt C. Saehrendt. In: Galore, Juni 2008.
  6. http://www.hna.de/kultur/welt-schreit-nach-romantik-5414702.html
  7. http://www.cicero.de/stil/die-macht-des-haarschnitts-merkel-und-die-gefoehnte-krone/57872
  8. https://www.youtube.com/watch?v=T0jd82TQPyk
  9. Johan Dehoust: Hol dir den Adrenalinkick. 27. Februar 2012, abgerufen am 15. Dezember 2020.
  10. Johanna Bruckner: Täuschen - ein Grundprinzip des Lebens. Süddeutsche.de, 4. Juni 2011, abgerufen am 15. Dezember 2020.
  11. Eine wunderbar halbernste Lebenshilfe für den Kunstbetrieb In: Neue Zürcher Zeitung, 25. Oktober 2008.
  12. http://www.sehepunkte.de/2020/12/35009.html
  13. Zeitschrift für Geschichtswissenschaft 1/2018, S. 101 (Rezension Ulrich van der Heyden).
  14. Benita Blessing: Christian Saehrendt. Kunst als Botschafter einer künstlichen Nation: Studien zur Rolle der bildenden Kunst in der Auswärtigen Kulturpolitik der DDR. Abgerufen am 15. Dezember 2020 (englisch).