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Chiron-Werke GmbH & Co. KG

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Rechtsform GmbH & Co. KG
Gründung 18. Juni 1921
Sitz Tuttlingen, Deutschland
Leitung Markus Flik (Vorsitzender)
Wolfgang Ehrk
Vanessa Hellwing
Mitarbeiterzahl 970 (2015)
Umsatz 282 Mio. EUR (2014)[1]
Branche Maschinenbau
Website www.chiron.de
Stand: 22. Oktober 2018

Chirurgisches Instrument

Die Chiron-Werke GmbH & Co. KG ist ein Unternehmen der Metall- und Maschinenbau-Industrie und gehört zu den größten und bedeutendsten Unternehmen in Tuttlingen. Früher stellten die Chiron-Werke die unterschiedlichsten Waren, wie z. B. chirurgische Instrumente, Autos oder Druckluftgeräte her. Heute ist das Unternehmen auf das Maschinenbau- und CNC-Segment spezialisiert.

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Die Chiron-Werke wurden am 18. Juni 1921 durch Gottfried Schnell und Otto Staebler unter dem Namen „Fabriken feinmechanischer Apparate und chirurgischer Instrumente GmbH“ gegründet. Ein halbes Jahr später bekam das Unternehmen seinen heutigen Namen Chiron. Dieser bezeichnet in der griechischen Mythologie einen Halbgott mit der Gestalt eines Zentaurs, der als weise, gerecht, unsterblich und sehr fingerfertig galt. Dieser Name wurde gewählt, um der damals schon existierenden Firma Aesculap die Stirn zu bieten, denn in der griechischen Mythologie ist Chiron der Lehrmeister von Asklepios.

Im Jahre 1940 erfolgte der Umzug der Chiron-Werke in das Areal in der Talstraße, wo sie sich auch heute noch befinden. Mit dem FZ 32 brachten die Chiron-Werke 1977 ihr erstes Fertigungszentrum auf den Markt. Aber erst 1982 gelang der internationale Durchbruch mit dem damals schnellsten vertikalen Fertigungszentrum der Welt: dem FZ 16, ausgestattet mit einer Motorspindel von Franz Kessler. Die Erfindung für den in der FZ 16 enthaltenen Korbwechsler stammt vom Ingenieur Eugen Rütschle[2][3][4]. Nach diesem revolutionären Fortschritt in der CNC-Fertigungszentren-Branche spezialisierten sich die Chiron-Werke mehr und mehr auf den Werkzeugmaschinenbau und beendeten die langjährige Fertigung von anderen Produktionssparten, wie die der Druckluftgeräte- und Gebläsefertigung.

UnternehmenBearbeiten

Die Chiron-Werke sind seit 1957[5] Teil der Hoberg & Driesch-Gruppe. Diese besteht aus den Werken der Chiron-Werke GmbH & Co. KG in Tuttlingen und Neuhausen ob Eck sowie deren Zweigstandorten in Frankreich, Italien, Polen, Russland, Indien und China und den USA. Den Chiron-Werken gelang es im Boomjahr 2000, einen Rekordumsatz von 427 Mio. DM bei mehr als 1000 produzierten Fertigungszentren zu erzielen. Heute beschäftigen die Chiron-Werke 930 Mitarbeiter, von denen über 12 % Auszubildende sind. Das Unternehmen hat eine Exportquote von 60 %.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Florian Langenscheidt, Bernd Venohr (Hrsg.): Lexikon der deutschen Weltmarktführer. Die Königsklasse deutscher Unternehmen in Wort und Bild. Deutsche Standards Editionen, Köln 2010, ISBN 978-3-86936-221-2.
  2. CHIRON Werke GmbH & Co. KG: First choice even after 35 years. In: en.industryarena.com. Abgerufen am 14. Oktober 2016.
  3. Hans-henning Winkler, Eugen Rütschle: Machine-tool. 27. April 1994 (freepatentsonline.com [abgerufen am 14. Oktober 2016]).
  4. admin: „Zeitloses“ Meisterstück | Zerspanungstechnik.de. Abgerufen am 14. Oktober 2016.
  5. Homepage der Chiron-Werke; abgerufen am 5. Januar 2011

Koordinaten: 47° 58′ 39,9″ N, 8° 49′ 4,6″ O