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Burg Mühlhausen/Thüringen

Burg in Thüringen, Deutschland

Die Burg Mühlhausen ist eine abgegangene Befestigungsanlage der Stadt Mühlhausen im heutigen Unstrut-Hainich-Kreis in Thüringen.

Burg Mühlhausen
Burgentyp: Niederungsburg
Erhaltungszustand: Burgstall
Ort: Mühlhausen
Geographische Lage 51° 12′ 54,3″ N, 10° 27′ 49,3″ OKoordinaten: 51° 12′ 54,3″ N, 10° 27′ 49,3″ O
Burg Mühlhausen/Thüringen (Thüringen)
Burg Mühlhausen/Thüringen

Inhaltsverzeichnis

LageBearbeiten

Auf dem jetzigen Gelände des Busbahnhofs lag die Burganlage auf einer Fläche von etwa 1,5 Hektar, mit Gräben und Wasserläufen umgeben. Straßennamen erinnern an die ehemaligen Begrenzungen und auch zwei Tore sowie eine Zisterne.

GeschichteBearbeiten

775 wurde die Stadt als "Molinhuso" erstmals urkundlich erwähnt. Es kann aber auch durch Grabungen bewiesen werden, dass Mühlhausen in dieser Zeit schon eine Rolle spielte. Damals war 974 die Stadt ein Königshof. Kaiser Otto schenkte seiner Gemahlin verschiedene Besitzgüter, darunter die Reichsburg Mulinhusa. Viele Könige und Kaiser weilten hier mit Konrad dem Staufer, was den Rang des Ortes bestätigte. Kaiser Lothar III. söhnte sich 1135 mit Konrad dem Staufer aus. Im Kampf Heinrichs des Löwen mit Kaiser Friedrich I. Barbarossa begann der Welfe 1180 die Streitigkeiten. Die Zerstörung Mühlhausens war die Folge. Burg und Stadt wurden wieder aufgebaut. 1198 fand hier die Königswahl des Philipp von Schwaben statt. Die Burg wurde von mehreren Reichsministerialen geleitet. 1251 baute man zwischen Burg und Stadt eine Trennmauer. 1256 wurde die Burg zerstört und 1287 wiederaufgebaut. Bei der nächsten Zerstörung wurde die Burg nicht wieder aufgebaut.[1]

LiteraturBearbeiten

  • Michael Köhler: Thüringer Burgen und befestigte vor- und frühgeschichtliche Wohnplätze. 2. erweiterte und überarbeitete Auflage. Jenzig-Verlag, Jena 2003, ISBN 3-910141-56-0, S. 209–210.
  • Thomas Bienert: Mittelalterliche Burgen in Thüringen – 430 Burgen, Burgruinen und Burgstätten. 1. Auflage. Wartberg Verlag, Gudensberg-Gleichen 2000, ISBN 3-86134-631-1, S. 309–310.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Thomas Bienert: Mittelalterliche Burgen in Thüringen – 430 Burgen, Burgruinen und Burgstätten, S. 309 f.