Bundespersonalvertretungsgesetz

Deutsches Gesetz zur Mitbestimmung im öffentlichen Dienst

Das Bundespersonalvertretungsgesetz ist die Rechtsgrundlage für die Bildung und Tätigkeit von Personalräten sowie Jugend- und Auszubildendenvertretungen im öffentlichen Dienst des Bundes.

Basisdaten
Titel: Bundespersonalvertretungsgesetz
Abkürzung: BPersVG
Art: Bundesgesetz
Geltungsbereich: Bundesrepublik Deutschland
Rechtsmaterie: Verwaltungsrecht
Fundstellennachweis: 2035-4
Erlassen am: 15. März 1974
(BGBl. I S. 693)
Inkrafttreten am: 1. April 1974
Letzte Änderung durch: Art. 2 G vom 25. Mai 2020
(BGBl. I S. 1063)
Inkrafttreten der
letzten Änderung:
1. April 2021
(Art. 9 G vom 25. Mai 2020)
GESTA: B082
Weblink: Text des Gesetzes
Bitte den Hinweis zur geltenden Gesetzesfassung beachten.

Es bestimmt zusammen mit der dazugehörigen Wahlordnung, wann und wo Personalräte zu wählen sind.

Für die Landes- und Kommunalverwaltungen bestehen eigene Personalvertretungsgesetze.

Die Bundesregierung plant, das Bundespersonalvertretungsgesetz zu novellieren. Dazu legte sie im Juli 2020 einen ersten Gesetzentwurf vor.[1]

In der DDR galt das Gesetz zur sinngemäßen Anwendung des Bundespersonalvertretungsgesetzes (BPersVG) – Personalvertretungsgesetz – der Deutschen Demokratischen Republik vom 22. Juli 1990. Dieses Gesetz konnte nach Festlegungen des Einigungsvertrages noch bis zum 31. Mai 1993 im Beitrittsgebiet Anwendung finden.[2]

LiteraturBearbeiten

  • Lothar Altvater, Eberhard Baden, Sebastian Baunack, Peter Berg, Martina Dierßen, Gunnar Herget, Michael Kröll, Dirk Lenders, Gerhard Noll: BPersVG – Bundespersonalvertretungsgesetz mit Wahlordnung und ergänzenden Vorschriften. Kommentar für die Praxis mit vergleichenden Anmerkungen zu den 16 Landespersonalvertretungsgesetzen. 10. Auflage. Bund Verlag, Berlin 2019, ISBN 978-3-7663-6753-2.
  • Wilhelm Ilbertz, Ulrich Widmaier: Bundespersonalvertretungsgesetz mit Wahlordnung unter Einbeziehung der Landespersonalvertretungsgesetze, Kommentar. 11. Auflage. W. Kohlhammer-Verlag, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-17-020495-9.
  • Reinhard Richardi, Hans-Jürgen Dörner, Christoph Weber (Hrsg.): Personalvertretungsrecht, Bundespersonalvertretungsgesetz mit Erläuterungen zu den Personalvertretungsgesetzen der Länder, Kommentar. 3. Auflage. Verlag C.H. Beck, München 2008, ISBN 978-3-406-54906-9.
  • Uwe Lorenzen, Gerhard Etzel, Diethelm Gerhold, Arne Schlatmann, Heinrich Rehak, Bernhard Faber: Bundespersonalvertretungsgesetz, Kommentar. Loseblattwerk. R. v. Decker Verlag, Heidelberg 1975 ff., ISBN 978-3-7685-2177-2.
  • Alfred Fischer, Hans-Joachim Goeres, Andreas Gronimus: Personalvertretungsrecht des Bundes und der Länder (= Ingeborg Franke, Hans-Dietrich Weiß [Hrsg.]: GKÖD. Gesamtkommentar öffentliches Dienstrecht. Band V). Erich Schmidt Verlag, Berlin 2019, ISBN 978-3-503-00899-5.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Referentenentwurf zum Bundespersonalvertretungsgesetz-Novellierungsgesetz. Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat, 16. Juli 2020, abgerufen am 11. November 2020.
  2. Vertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik über die Herstellung der Einheit Deutschlands - Einigungsvertrag - Anlage 1.19.1 EinigVtr – Kapitel XIX, Sachgebiet A: Recht der im öffentlichen Dienst stehenden Personen, Abschnitt II: Recht der im öffentlichen Dienst stehenden Personen einschließlich des Rechts der Soldaten, Nr. 15.