Hauptmenü öffnen

Wikipedia β

Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Bräter (Begriffsklärung) aufgeführt.

Ein Bräter oder eine Reine ist ein flaches rechteckiges, rundes oder ovales Gefäß mit zwei Henkeln, mit dem man zum Beispiel Schweine- oder Gänsebraten in einem Backofen garen kann. Verbreitet sind gusseiserne Bräter, sie sind jedoch wie Pfannen auch in Edelstahl, Kupfer, Gezogenem Eisen und Aluminium mit Antihaftbeschichtung erhältlich, aus Eisen auch mit hitzebeständiger Emaille-Schicht.

Im süddeutschen Sprachraum ist Reindl eine Bezeichnung für einen rechteckigen Bräter mit zwei Griffen, meist aus Metall. Darin werden Braten von Schwein, Huhn, Ente, Gans o. Ä. zubereitet, aber auch Süßspeisen wie Apfelstrudel oder Rohrnudeln. In Österreich wird Reine auch synonym für Kasserolle verwendet.[1]

Ebenfalls erhältlich sind Bräter aus Glas. In früherer Zeit gab es auch Bräter aus Keramik, diese konnten nur im Backrohr oder auf offener Flamme verwendet werden. Ein Bräter kann auch zum Braten auf dem Herd auf der sogenannten Bräterzone verwendet werden. Im Prinzip handelt es sich um eine Mischung aus Pfanne und Topf. Ein Bräter aus Ton wird Römertopf genannt.

EtymologieBearbeiten

Das Wort Reine kommt von Rein (f.), Varianten waren Reinel, Reindel, Rindel, Reidl. Von Johann Andreas Schmeller stammt die folgende Erklärung: "die alte bezeichnung lebt noch mundartlich, vorwiegend in Oberdeutschland, wo sie von einem flachen küchentiegel von blech oder thon oder von einer flachen milchschüssel gebraucht wird."[2]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Dt.-österr. Küchenlexikon
  2. SCHM. 2, 112, zitiert nach dem Deutschen Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm.