Bob Evans

britischer Rennfahrer

Robert „Bob“ Evans (* 11. Juni 1947 in Waddington) ist ein ehemaliger englischer Autorennfahrer.

Bob Evans
Nation: Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich
Automobil-Weltmeisterschaft
Erster Start: Großer Preis von Südafrika 1975
Letzter Start: Großer Preis von Großbritannien 1976
Konstrukteure
1975 B.R.M. 1976 LotusRAM Racing
Statistik
WM-Bilanz: keine WM-Platzierung
Starts Siege Poles SR
10
WM-Punkte:
Podestplätze:
Führungsrunden:

KarriereBearbeiten

Bob Evans gehörte zu den Rennfahrern, denen es versagt blieb, sich in der Formel 1 durchzusetzen. Der Mangel an konkurrenzfähigem Material machte es ihm unmöglich, sein Talent zu zeigen. Er begann seine Karriere auf einem Triumph Sprite, bevor er 1971 in die Formel-Ford und im selben Jahr in die Formel 3 wechselte. In beiden Fällen bestritt er die europäische Meisterschaft dieser Rennserien, allerdings mit mäßigem Erfolg. Einen schweren Unfall bei Testfahrten auf dem Castle Combe Circuit überlebte er; allerdings waren die Verletzungen so schwer, dass er ein Jahr pausieren musste.

In den Jahren 1973 und 1974 nahm Bob Evans an der Europäischen Formel-5000-Meisterschaft teil. 1973 ging er in dieser Serie für Tokan an den Start, die darauffolgende Saison bestritt er auf einem von Alan McKechnie geborgten Lola T332, mit dem er die Meisterschaft gewann.

Formel 1Bearbeiten

1975 bekam er von B.R.M. das Angebot, für den englischen Rennstall in die Formel 1 einzusteigen. Das Team hatte seine besten Jahren jedoch hinter sich und Evans mühte sich die gesamte Saison mit dem schweren BRM P201. Ein neunter Platz beim Großen Preis Belgien in Zolder blieb seine beste Platzierung in diesem Jahr. Nur seinem Talent war es zuzuschreiben, dass er den Wagen siebenmal an den Start zu einem Grand Prix brachte.

1976 schien sich das Blatt zu wenden, als Colin Chapman ihm einen Vertrag als Testfahrer für Lotus anbot, den Evans akzeptierte. Drei Rennen bestritt er in diesem Jahr als Ersatzfahrer für das Team, die Großen Preise von Südafrika und der USA-West, wobei der zehnte Platz in Kyalami sein bestes Ergebnis blieb. Seinen stärksten Auftritt hatte er beim Race of Champions, als sein Lotus 77-Ford-Cosworth knapp vor dem Ziel ohne Benzin liegen blieb. Zu diesem Zeitpunkt fuhr Evans im Feld auf dem vierten Platz.

Lotus gab ihn für den Großen Preis von Großbritannien an RAM Racing frei. Mit einem Brabham BT44B-Ford-Cosworth fuhr er seinen letzten Grand Prix und schied nach einem Getriebeschaden aus.

StatistikBearbeiten

Le-Mans-ErgebnisseBearbeiten

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
1978 Vereinigtes Konigreich  Dorset Racing Organisation Lola T294S Vereinigtes Konigreich  Richard Bond Irland  Martin Birrane Vereinigtes Konigreich  Richard Down Ausfall gebrochenes Chassis
1979 Japan  Dome Co. Ltd. Dome Zero RL Vereinigtes Konigreich  Tony Trimmer Ausfall überhitzter Zylinder
1980 Japan  Dome Co. Ltd. Dome Zero RL80 Vereinigtes Konigreich  Chris Craft Rang 25
1981 Japan  Dome Co. Ltd. Dome Zero RL81 Vereinigtes Konigreich  Chris Craft Ausfall Ventilschaden
1982 Vereinigtes Konigreich  Nimrod Racing Automobiles Nimrod NRA/C2 Vereinigtes Konigreich  Tiff Needell Vereinigtes Konigreich  Geoff Lees Ausfall Motorschaden

LiteraturBearbeiten

  • Steve Small: Grand Prix Who's who. 3rd Edition. Travel Publishing, Reading 2000, ISBN 1-902007-46-8.

WeblinksBearbeiten