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Berufsverband der Yogalehrenden in Deutschland

Der Berufsverband der Yogalehrenden in Deutschland, abgekürzt BDY, ist ein deutscher Berufsverband in der Rechtsform eines eingetragenen Vereins mit dem Zweck, die Interessen der Yogalehrer zu vertreten. Der Geschäftssitz des Vereins ist Göttingen.

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Der Verein wurde am 1. Mai 1967 in Berlin von neunzehn Personen gegründet. Zu den Gründungsmitgliedern zählte der Berliner Neurologe Wladimir Lindenberg. Zur ersten Vorsitzenden wählte die konstituierende Mitgliederversammlung die Yogalehrerin Ingeborg Kurig-Kroeker aus Hannover. Das damals vereinbarte Vereinsziel ist die Festlegung und Sicherung eines Qualitätsstandards für die Ausübung einer Lehrtätigkeit im Yoga. Die Mitgliederzahl beträgt ca. 3600 (Stand 2013). Der Verein ist Mitglied im Dachverband der Weiterbildungsorganisationen e.V. (DVWO).

MitgliedschaftBearbeiten

Der Verband vereinigt Vertreter verschiedener Yogarichtungen. Voraussetzung für die Mitgliedschaft ist entweder die Absolvierung einer mindestens zweijährigen Yoga-Lehrausbildung mit mindestens 500 Unterrichtsstunden oder eine gerade laufende entsprechende Ausbildung zum Yogalehrer. Im Unterschied zum Berufsverband Unabhängiger Gesundheitswissenschaftlicher Yogalehrender e. V. ist das zusätzliche Innehaben eines Basisberufs in Form eines wissenschaftlichen Abschlusses oder einer qualifizierten Berufsausbildung aus einem biologischen, medizinischen oder pädagogischen Bereich keine Voraussetzung für eine Mitgliedschaft im BDY.[1]

Neben dem BDY gibt es weitere Verbände, in denen Yogalehrer organisiert sind, z. B. den Berufsverband Unabhängiger Gesundheitswissenschaftlicher Yogalehrender e. V., den Bund der Yoga Vidya Lehrer 
e.V. oder den Verband der Yogalehrenden 
im Kneipp-Bund e.V.[2]

KontroverseBearbeiten

Zum 1. Januar 2014 haben Krankenkassen eine Kooperationsgemeinschaft zur kassenartenübergreifenden Prüfung von Präventionsangeboten nach § 20 Abs. 1 SGB gegründet, die als Zentrale Prüfstelle Prävention[3] auch das Angebot von Yogakursen zertifiziert. Nach den Richtlinien dieser Prüfstelle ist der jeweilige Nachweis eines Grundberufes eine notwendige Voraussetzung für die Förderung von Yogakursen durch die Krankenkassen.[4][5] Diese Voraussetzung eines Grundberufes lehnt der BDY ab.[6] Außerdem kritisiert der Vorstand des BDY in seinem Tätigkeitsbericht für das Geschäftsjahr 2013/2014 den aus seiner Sicht zu hohen bürokratischen und datentechnischen Aufwand des neuen Prüfungsverfahrens. Nach Ansicht des BDY stelle der BDY-Abschluss eine hinreichende Qualifikation für die Zulassung als Anbieter von Präventionsmaßnahmen dar und der zusätzliche Nachweis eines Grundberufes sei deswegen nicht erforderlich.[7]

LiteraturBearbeiten

  • Hans Deutzmann: Yoga als Gesundheitsförderung: Grundlagen, Methoden, Ziele und Rezeption. Yogaschule Wuppertal/Institut für Gesundheitsförderung, Wuppertal 2002, ISBN 3-8311-3169-4, S. 199 ff.; eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. www.yoga-berufsverband.de, abgerufen am 20. Dezember 2015
  2. Information zu Yogalehrer auf www.gesundheitsberufe.de, abgerufen am 20. Dezember 2015
  3. Homepage Zentrale Prüfstelle Prävention abgerufen am 30. Dezember 2015
  4. Yoga – Ruhe, Energie und Konzentration. Securvita, abgerufen am 27. Dezember 2015.
  5. Mit Geduld und Übung zu innerer Gelassenheit. AOK Bundesverband, 4. Dezember 2012, archiviert vom Original am 27. Dezember 2015; abgerufen am 27. Dezember 2015.   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.aok-bv.de
  6. www.ptext.de: BDY kritisiert Vorgehen der Zentralen Prüfstelle Prävention, vom 18. Oktober 2014, abgerufen am 20. Dezember 2015
  7. Gemeinsamer Tätigkeitsbericht des Gesamtvorstandes 2013/14, S. 6