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GeschichteBearbeiten

Von 1804 bis 1812 wurde die Frankfurter Stadtbefestigung niedergelegt. In der Folge kam es zu erster Bautätigkeit außerhalb der Wallanlagen. Im Jahr 1835 siedelten etwa drei Dutzend Familien nördlich des Eschenheimer Tors zwischen Eschersheimer Chaussee und Oeder Weg. 1851 wurde die erste Querverbindung zwischen beiden Straßen geschaffen, die Querstraße.

Die Stadt Frankfurt begann in den Folgejahren mit der Planung des Straßennetzes in dieser Gegend. 1859 wurden die Fluchtlinien der Baustraße festgelegt, 1862 folgte als Verlängerung die Sömmeringstraße, 1865 wurden Finkenhofstraße und Fichardstraße geschaffen, 1872 folgten die Heine- und die Lersnerstraße.

In den 1850er- und 1860er-Jahren wurden in dem neuen Viertel etwa 100 Häuser errichtet. Typischerweise handelte es sich um Vorstadthäuser auf quadratischer Grundfläche im Stil des Klassizismus. Einige der Häuser aus dieser Epoche stehen noch.

Denkmalgeschützte Häuser in der BaustraßeBearbeiten

In der Baustraße befinden sich eine Reihe von klassizistischen Häusern aus den ersten Jahrzehnten des Bestehens der Straße, die unter Denkmalschutz stehen.

Bild Bezeichnung Lage Beschreibung Bauzeit Daten
 
Mietshaus Baustraße 4 Nordend, Baustraße 4
Lage
Konventionelles Mietshaus im retardierenden Schema des Spätklassizismus.[1] 1887[1]
 
Etagenhaus Baustraße 5 Nordend, Baustraße 5
Lage
Nobles Etagenhaus der Neurenaissance nach Entwurf von Johann Christoph Welb mit klassizistischen Anklängen.[1] 1875[1]
 
Mietshaus Baustraße 6 Nordend, Baustraße 6
Lage
wie Baustraße 4.[1] 1875[1]
 
Etagenhaus Baustraße 7 Nordend, Baustraße 7
Lage
Nobles Etagenhaus der Neurenaissance nach Entwurf von Johann Christoph Welb mit klassizistischen Anklängen und spärlicher Bauplastik.[1] 1875[1]
 
Mietshaus Baustraße 8 Nordend, Baustraße 8
Lage
Mietshaus der Neurenaissance nach Entwurf von Louis Schwennhagen.[1] 1891[1]
 
Mietshaus Baustraße 10 Nordend, Baustraße 10
Lage
ähnlich wie Baustraße 8.[1] 1891[1]
 
Mietshaus Baustraße 12 Nordend, Baustraße 12
Lage
Spätklassizistisches Mietshaus mit spärlichem Dekor in der Beletage.[1] 1865[1]
 
Mietshaus Baustraße 14 Nordend, Baustraße 14
Lage
Spätklassizistisches Mietshaus in konventionellen Formen.[2] 1863[2]
 
Mietshaus Baustraße 16 Nordend, Baustraße 16
Lage
Spätklassizistisches Mietshaus in Dimensionen einer Villa.[2] 1872[2]
 
Mietshaus Baustraße 17 Nordend, Baustraße 17
Lage
Nobles Mietshaus des Spätklassizismus mit antikisierenden Friesen und axialem Risalit.[2] 1865[2]
 
Vorstadtvilla Baustraße 19 Nordend, Baustraße 19
Lage
Spätklassizistische Vorstadtvilla mit Zwerchhaus und Einfriedung.[2] 1863 (Kernbau)/1902 (Zwerchhaus und Einfriedung)[2]

LiteraturBearbeiten

  • Heinz Schomann: Das Frankfurter Holzhausenviertel, 2010. ISBN 9783865685810, S. 30
  • Heinz Schomann, Volker Rödel, Heike Kaiser: Denkmaltopographie Stadt Frankfurt am Main. Überarbeitete 2. Auflage, limitierte Sonderauflage aus Anlass der 1200-Jahr-Feier der Stadt Frankfurt am Main. Societäts-Verlag, Frankfurt am Main 1994, ISBN 3-7973-0576-1.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Baustraße (Frankfurt am Main) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c d e f g h i j k l m n Schomann, Rödel, Kaiser 1994, S. 144.
  2. a b c d e f g h Schomann, Rödel, Kaiser 1994, S. 145.