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Bahnstrecke Regensburg–Hof

Bahnstrecke in Bayern, Deutschland
Regensburg–Hof
Donaubrücke Schwabelweis bei Regensburg (1859)
Donaubrücke Schwabelweis bei Regensburg (1859)
Streckennummer:5860 (Regensburg–Weiden),
5050 (Weiden–Oberkotzau),
5100 (Oberkotzau–Hof)
Kursbuchstrecke (DB):855
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Höchstgeschwindigkeit
mit Neigetechnik:
160 km/h
Zugbeeinflussung:PZB, ZUB122, ZUB262
Zweigleisigkeit:Durchgehend
Strecke – geradeaus
von Nürnberg
   
von Ingolstadt
Bahnhof, Station
0,0 Regensburg Hbf 339 m
Brücke (mittel)
B 15
   
nach München und nach Passau
   
zum Hafen Regensburg
   
von Passau
   
zum Hafen Regensburg
   
3,2 Donaubrücke Schwabelweis (342 m)
Brücke (mittel)
B 8 und B 15
   
4,? Walhallabahn
   
4,? vom Lokalbahnhof Walhallastraße
Bahnhof ohne Personenverkehr
4,3 Regensburg-Walhallastraße (früher Pers.-Halt)
   
6,1 Regensburg-Konradsiedlung
Bahnhof ohne Personenverkehr
7,5 Regensburg-Wutzlhofen (früher Pers.-Halt)
   
nach Falkenstein (Oberpf)
Straßenbrücke
B 16
Brücke (mittel)
B 15
   
11,4 Regendorf
Bahnhof, Station
15,1 Regenstauf 339 m
   
Regen (136 m)
Brücke (mittel)
A 93
Brücke (mittel)
B 15
   
Anschluss Maxhütte
   
24,0 Ponholz 377 m
Bahnhof, Station
27,2 Maxhütte-Haidhof (Keilbahnhof) 390 m
   
nach Burglengenfeld
   
33,1 Loisnitz
Bahnhof ohne Personenverkehr
36,1 Klardorf (früher Pers.-Halt)
   
Anschluss Nabwerk Schwandorf
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Strecke Braunkohlegruben WackersdorfKraftwerk Schwandorf
   
von Furth im Wald
Brücke (mittel)
B 15
Bahnhof, Station
42,6 Schwandorf 359 m
   
43,1 Naab (17 m)
Straßenbrücke
B 15
Straßenbrücke
B 85
Bahnhof, Station
46,9 Irrenlohe 360 m
   
nach Nürnberg
   
Buchtalbahn zum Tonwerk Buchtal[1]
Bahnhof, Station
50,9 Schwarzenfeld (Oberpf)
   
Bahnstrecke Nabburg–Schönsee
   
von Schönsee
Bahnhof, Station
58,3 Nabburg 368 m
Haltepunkt, Haltestelle
62,8 Pfreimd 372 m
Straßenbrücke
A ;93
Straßenbrücke
A 6
Brücke (mittel)
69,2 B 14
Bahnhof, Station
69,5 Wernberg 382 m
Haltepunkt, Haltestelle
75,7 Luhe
Haltepunkt, Haltestelle
78,1 Luhe-Wildenau 389 m
Straßenbrücke
A 93
   
Haidenaab (50 m)
   
81,5 Rothenstadt
Straßenbrücke
A 93
   
von Neukirchen
Bahnhof, Station
86,6
0,0
Weiden (Oberpf) 397 m
   
nach Bayreuth
Brücke (mittel)
B 22
   
Güteranschluss Nachtmann
Haltepunkt, Haltestelle
5,3 Altenstadt (Waldnaab)
Bahnhof ohne Personenverkehr
6,1 Neustadt (Waldnaab) (Keilbahnhof) 406 m
   
nach Neustadt Hp.–Eslarn
Straßenbrücke
B 15
   
Waldnaab (62 m)
   
Waldnaab (59 m)
   
Waldnaab (72 m)
   
11,8 Lamplmühle
Straßenbrücke
A 93
   
Waldnaab (90m)
   
Waldnaab (47m)
Bahnhof, Station
15,4 Windischeschenbach 425 m
   
Waldnaab (43 m)
   
Waldnaab (30 m)
   
Waldnaab (51 m)
   
Fichtelnaab (30 m)
   
Fichtelnaab (42 m)
   
von Erbendorf
Bahnhof, Station
22,9 Reuth (b Erbendorf) 464 m
   
von Friedenfels
Straßenbrücke
B 299
   
von Bärnau
Bahnhof, Station
33,3 Wiesau (Oberpf) 506 m
   
Güteranschluss ATW Wiesau
   
nach Waldsassen und Eger
Straßenbrücke
B 303
Bahnhof, Station
41,4 Pechbrunn (früher Groschlattengrün) 556 m
   
von Nürnberg
Bahnhof, Station
51,1 Marktredwitz 537 m
   
nach Cheb
   
54,2 Thölauer Viadukt (161 m)
   
von Leupoldsdorf
Bahnhof, Station
58,4 Wunsiedel-Holenbrunn (früher Holenbrunn) 563 m
   
nach Selb
Haltepunkt, Haltestelle
62,6 Röslau 584 m
   
Egerviadukt (99 m)
Bahnhof, Station
69,5 Marktleuthen 544 m
   
von Weißenstadt
Haltepunkt, Haltestelle
74,2 Kirchenlamitz Ost 559 m
Haltepunkt, Haltestelle
80,7 Martinlamitz 520 m
Brücke (mittel)
B 289
   
Lamitz (48 m)
   
von Bamberg
   
von Cheb
Bahnhof, Station
87,0
121,6
Oberkotzau (Keilbahnhof) 485 m
Straßenbrücke
Bundesstraße 15
   
124,8 Saaleviadukt (164 m)
   
125,1 Hof-Moschendorf
Bahnhof, Station
127,2 Hof Hbf 495 m
   
nach Bad Steben
Strecke – geradeaus
nach Leipzig

Die Bahnstrecke Regensburg–Hof ist eine zweigleisige, nicht elektrifizierte Hauptbahn, welche die oberpfälzische Bezirkshauptstadt Regensburg über Schwandorf, Weiden in der Oberpfalz und Marktredwitz mit Hof in Oberfranken verbindet. Auf dem Abschnitt Schwandorf–Reuth bei Erbendorf begleitet die Strecke die Naab, der südliche Abschnitt wird deshalb oft auch als Naabtalbahn bezeichnet. Der Abschnitt Wiesau–Marktredwitz–Oberkotzau wurde im Zuge der Fichtelgebirgsbahn gebaut. Von Oberkotzau bis Hof wird die Ludwig-Süd-Nord-Bahn mitbenutzt.

Inhaltsverzeichnis

EröffnungsgeschichteBearbeiten

Die Strecke wurde in mehreren Teilabschnitten eröffnet. Die maßgeblichen Abschnitte wurden von der AG der Bayerischen Ostbahnen gebaut und bis zu deren Verstaatlichung 1876 betrieben.

Als erster Streckenabschnitt wurde am 12. Dezember 1859 die Strecke Regensburg–Schwandorf–Irrenlohe als Teil der Verbindung Regensburg–Nürnberg eröffnet. Vier Jahre später, am 1. Oktober 1863, wurde von Irrenlohe aus eine Zweiglinie nach Weiden eröffnet. Ein weiteres Jahr später konnte das Teilstück von Weiden über Wiesau und weiter nach Mitterteich am 15. August 1864 dem Verkehr übergeben werden. Nachdem die Verbindung von Mitterteich nach Eger am 15. Oktober 1865 und die Verbindung von Hof nach Eger am 1. November 1865 in Betrieb gegangen waren, konnte man mit der Eisenbahn von Regensburg nach Hof reisen – allerdings nur mit dem Umweg über Eger, das in Böhmen liegt und damals zur Österreich-Ungarischen Monarchie gehörte.

Am 15. August 1877 wurde in Zuge der Errichtung der Fichtelgebirgsbahn der Bayerische Staatsbahn von Oberkotzau an der Bahnstrecke Bamberg–Hof aus ein Anschluss nach Markt Redwitz in Betrieb genommen. Am 15. August 1878 erreichte die Bahnstrecke Nürnberg–Eger den Markt Redwitz von Nürnberg aus. Auch diese Linie wurde bis 1883 zum Bahnknoten Eger in Böhmen weitergeführt. Schon am 1. Juni 1882 wurde die Lücke zwischen Wiesau und Marktredwitz auf bayerischem Territorium geschlossen und damit die heutige Strecke Regensburg–Hof vervollständigt.

Eröffnungsdaten

  • 12. Dezember 1859 (Regensburg – Irrenlohe an der Strecke nach Nürnberg)
  • 1. Oktober 1863 (Irrenlohe – Weiden an der Strecke nach Eger)
  • 15. August 1864 (Weiden – Wiesau an der Strecke nach Eger)
  • 15. August 1877 (Holenbrunn – Oberkotzau, Anschluss nach Hof)
  • 15. Mai 1878 (Marktredwitz – Holenbrunn)
  • 1. Juni 1882 (Wiesau – Marktredwitz, Lückenschluss)

StreckenbeschreibungBearbeiten

 
Ostkopf des Hauptbahnhofs Regensburg mit aus Richtung Hof einfahrendem Zug der Länderbahn
 
Bahnhof Irrenlohe, mittig das Gleis aus Richtung Nürnberg, 2009
 
Bahnhof Marktredwitz, Strecke von Cheb, rechts ein Zug nach Hof
 
Gleisseite der Strecken Bamberg–Hof und Regensburg–Hof des Bahnhofs Oberkotzau, 1986
 
Dampflokomotive der Baureihe 01 vor D-Zug nach Nürnberg in Hof

Die Strecke beginnt im Regensburger Hauptbahnhof und führt von dort zunächst zusammen mit der Bahnstrecke nach Passau nach Osten. In Höhe des Safferlinger Stegs trennen sich die Strecken: Die Strecke nach Passau schwenkt nach Süden, die Strecke nach Hof nach Norden durch das Regensburger Hafengebiet und überquert zuerst den Westhafen und dann die Donau über eine Brücke. Die Trasse führt östlich an den Regensburger Stadtteilen Konradsiedlung, Wutzlhofen und Haslbach vorbei, schwenkt nach Nordwesten und folgt dem Regen bis Regenstauf. Nach Regenstauf überquert die Strecke den Regen, führt weiter nach Nordwesten, überquert die A 93 und durchquert den Ponholzer Forst in einer Schleife. Am Ort Ponholz vorbei verläuft die Strecke weiter in Richtung Norden nach Maxhütte-Haidhof, wo die Bahnstrecke nach Burglengenfeld abzweigt, und dann zwischen Naab und der A 93 nach Schwandorf.

Der Schwandorfer Bahnhof ist ein wichtiger Eisenbahnknoten in der Oberpfalz. Dort trifft die Nord-Süd-Verbindung von Dresden über Hof nach Regensburg und München auf die West-Ost-Verbindung von Frankfurt über Nürnberg nach Furth im Wald und Prag. Die Strecke von Furth im Wald trifft südlich des Bahnhofs auf die Naabtalbahn, die Strecke nach Nürnberg zweigt im vier Kilometer entfernten Bahnhof Irrenlohe von ihr ab.

Nachdem die Strecke die Naab überquert und den Trennungsbahnhof Irrenlohe hinter sich gelassen hat, führt sie an Schwarzenfeld vorbei und trifft bei Stulln auf die Überreste der Bahnstrecke von Schönsee. Diese ehemalige Lokalbahn überquert Naab und Naabtalbahn und verläuft anschließend parallel mit der Naabtalbahn nach Nabburg, wo die Nebenbahn bis 1994 ihren Ausgangspunkt hatte. Die Strecke verläuft weiter am rechten Ufer der Naab entlang an Pfreimd, Wernberg-Köblitz und Luhe-Wildenau vorbei nach Weiden in der Oberpfalz. Der Bahnhof ist wie der von Schwandorf ein Knotenpunkt, da dort die Strecken von Nürnberg (über Neukirchen bei Sulzbach-Rosenberg) und nach Bayreuth abzweigen. Neben einem ehemaligen Betriebswerk, das bis in die 1990er Jahre bestand, befindet sich in Weiden ein Ausbesserungswerk für Reisezugwagen (PFA Weiden), das mittlerweile zur Stadler Rail gehört.

Im weiteren Verlauf führt die Strecke an Wald- und Fichtelnaab entlang über Neustadt an der Waldnaab, Windischeschenbach, Reuth bei Erbendorf nach Wiesau, umfährt den Steinwald auf seiner Ostseite und endet zusammen mit der Bahnstrecke von Nürnberg von Westen her im Bahnhof von Marktredwitz. Zwischen Weiden und Marktredwitz zweigten von der Strecke vier Nebenbahnen ab: im Keilbahnhof von Neustadt die Strecke nach Eslarn, in Reuth die Strecke nach Erbendorf und in Wiesau die Strecken von Bärnau und nach Waldsassen. In Reuth begann zudem eine Feldbahnstrecke mit einer Spurweite von 600 mm, die zum ca. sechs Kilometer entfernten Ort Friedenfels führte (siehe Bahnstrecke Reuth–Friedenfels).[2]

Von Marktredwitz aus zweigt die Strecke von der Linie nach Schirnding und Eger gen Norden über die Orte Holenbrunn, Röslau sowie Marktleuthen ab und durchquert auf dem weiteren Weg nach Hof den östlichen Ausläufer des Fichtelgebirges. Ab Fattigau verläuft die Strecke parallel zur Saale und zur Bahnstrecke von Bamberg, mit der sie sich in Oberkotzau vereinigt.

StreckengeschichteBearbeiten

Zweigleisiger Ausbau um 1900Bearbeiten

Bis zur Jahrhundertwende war die Bahnstrecke Regensburg–Hof eingleisig. Der Ausbau auf zwei Gleise bereitete im – auf dem Gebiet der Ortschaft Pechbrunn gelegenen – Bahnhof Groschlattengrün Probleme. Er lag unmittelbar am örtlichen Basaltwerk, das nicht versetzt werden konnte. Am 30. und 31. Oktober 1900 wurde daher das Empfangsgebäude von seinem Fundament abgetrennt, um vier Zentimeter angehoben und um zehn Meter verschoben. Während dieser Aktion ging der Betrieb, auch im Gebäude, ohne nennenswerte Unterbrechungen weiter.[3]

Buchtalbahn 1930–2009Bearbeiten

In Schwarzenfeld schloss die Mitte der 1930er Jahre erbaute Buchtalbahn an, eine vordringlich der Buchtal A.G. dienende Güterbahn. Diese hatte dort Anschluss an umfangreiche Feldbahnanlagen.[4]

Für die dort beschäftigten und in Schwarzenfeld untergebrachten Arbeiter wurde in Schwarzenfeld eine eigene Siedlung gebaut. Um diese Arbeiter zum Werksgelände zu bringen, wurde die Strecke auch für Personenzuge genutzt, die bis mindestens 1961 verkehrten.[1] Für den Betrieb dieser Strecke war mindestens eine Mallet-Lokomotive mit der Nummer 3 und der Bauart B'Bn 4vt vorhanden.[5] Für den Rangierbetrieb gab es von 1968 bis 1998 eine Diesellok.[6]

Eine Befahrung der Strecke mit einem Sonderzug ist von 1988 bekannt. Der Güterverkehr auf der Strecke wurde im Lauf des Jahres 2009 eingestellt.[7]

Zudem gab es in Schwarzenfeld eine Grubenanschlussbahn vom Bahnhof Schwarzenfeld zur Grube Bavaria in Schmidgaden mit dem Namen Buchtalbahn.[8]

Eisenbahnunfall in Marktredwitz 1939Bearbeiten

Am 9. Juli 1939 kam es zu einem schweren Eisenbahnunfall in der südlichen Bahnhofseinfahrt von Marktredwitz.[9] Der D 25 von München Hbf nach Berlin Anhalter Bf fuhr bei der Drei-Bögen-Brücke auf stehende Güterwagen auf, die von einem vorausfahrenden Güterzug abgetrennt worden waren. Die beiden Lokomotiven des Schnellzugs, die preußischen P 8 38 2145 und 38 2401, sowie die ersten Wagen des Zugs entgleisten und stürzten von der Brücke.[10]

Streckenverlegung nördlich von Schwandorf 1984Bearbeiten

Vor 1945 wurde nördlich von Schwandorf mit der Streckenbegradigung und dem Neubau der Naabbrücke begonnen. Erst in den achtziger Jahren wurde der Bau weitergeführt und im Oktober 1984 vollendet. Der nördliche Bahnhofskopf von Schwandorf musste wegen der Streckenumlegung umgebaut werden.[11]

Umgehung Schwandorf 2008Bearbeiten

Im Rahmen des mittlerweile gestrichenen Projektes Donau-Moldau-Bahn war im Jahr 2008 eine südöstliche Umgehungskurve Schwandorfs geplant, die den bisherigen Richtungswechsel der von München nach Prag verkehrenden Züge überflüssig machen und somit zu einer Fahrzeitverkürzung führen sollte.

Vogtlandbahn bis 2012Bearbeiten

 
Desiro der Vogtlandbahn im Bahnhof Marktredwitz

Die Regionalbahn-Leistungen auf der Gesamtstrecke wurden von der Oberpfalzbahn der Vogtlandbahn mit Dieseltriebwagen vom Typ Desiro erbracht. Die Regionalbahn-Leistungen auf dem Streckenabschnitt Marktredwitz–Hof wurden als Teil des von der Bayerischen Eisenbahngesellschaft am 8. Februar 2008 ausgeschriebenen „Dieselnetz Oberfranken“ neu vergeben.

Dieselnetz Oberfranken ab 2012Bearbeiten

 
Treibwagen von agilis (links) und der Oberpfalzbahn in Marktredwitz

Im Dezember 2012 übernahm die agilis diese Strecke. Es sollte ein verbessertes Betriebsangebot, u. a. eine durchgehende RB-Linie Hof–Marktredwitz geben.[12]

AktuellesBearbeiten

AusbauzustandBearbeiten

Die Strecke ist auf voller Länge zweigleisig ausgebaut und nicht elektrifiziert. Die streckenbezogene Höchstgeschwindigkeit beträgt 160 km/h, nachdem die Strecke bis Dezember 2005 für bogenschnellen Betrieb ausgebaut wurde.

VerkehrBearbeiten

alexBearbeiten

Die zweistündlich verkehrenden alex-Züge von München über Regensburg nach Hof und Prag werden in Schwandorf geteilt.

Regional-Express Nürnberg–Hof/Neustadt (Waldnaab)Bearbeiten

Auf den Abschnitten Marktredwitz–Hof und Weiden–Neustadt (Waldnaab) verkehren die von Nürnberg kommenden Regional-Express-Züge mit Dieseltriebwagen der Baureihe 612.

Dieselnetz OberfrankenBearbeiten

Als neue Fahrzeuge im Regionalverkehr zwischen Hof und Marktredwitz werden Regioshuttle-Dieseltriebzüge eingesetzt.[13]

VerkehrsverbundBearbeiten

Der Abschnitt Regensburg – Weiden (Oberpf) ist in den Regensburger Verkehrsverbund (RVV) integriert.

PlanungenBearbeiten

Elektrifizierung der StreckeBearbeiten

Der 35,9 Kilometer lange nördliche Abschnitt Marktredwitz–Oberkotzau soll als Teil der Franken-Sachsen-Magistrale, die im aktuellen Bundesverkehrswegeplan als Projekt Nr. 14 (ABS Nürnberg – Marktredwitz – Hof / Grenze D/CZ (– Prag)) als „Neues Vorhaben“ im Abschnitt „Vordringlicher Bedarf“ aufgeführt ist, elektrifiziert werden. Der 137,7 Kilometer lange südliche Abschnitt Regensburg–Marktredwitz soll als Teil des Ostkorridors Süd, der im aktuellen Bundesverkehrswegeplan als Projekt Nr. 16 (ABS Hof – Marktredwitz – Regensburg – Obertraubling) als „Neues Vorhaben“ im Abschnitt „Vordringlicher Bedarf – Priorität Engpassbeseitigung“ aufgeführt ist, elektrifiziert werden.[14][15][16]

Haltepunkt Regensburg-WalhallastraßeBearbeiten

Es ist geplant, die 1984 geschlossene Haltestelle Walhallastraße etwas südlich des ehemaligen Standorts in unmittelbarer Nähe der Donau-Arena nördlich der Walhalla-Allee zu reaktivieren. Diese soll zwei 210 m lange Bahnsteige erhalten. Man rechnet mit über 1000 Zu- und Aussteigern. Die Regionalzüge sollen diesen Halt stündlich bedienen. Die Stadt Regensburg plant im Zuge des Neubaus die Stadtbuslinien auf die Haltestelle auszurichten. Die Bauarbeiten an der Haltestelle sollten in der ursprünglichen Planung nach Fertigstellung der Osttangente, die im November 2014 erfolgte, beginnen und zwei Jahre dauern. Nach dieser Planung wäre die Haltestelle etwa zu Beginn des Jahres 2017 eröffnet worden.[17] Fortdauerende Planungs- und Finanzierungsprobleme, die zwischen der Deutschen Bahn und der Stadt Regensburg nicht geklärt werden können, haben mittlerweile dazu geführt, dass ein ursprünglich für 2020 ins Auge gefasster Eröffnungstermin[18] auf unbestimmte Zeit verschoben wurde.[19]

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b EK-Kolumne. (PDF) Abgerufen am 10. Juni 2017.
  2. Michael Ernstberger, op. cit., S. 96 ff.
  3. Michael Ernstberger: Nordbayerische Feld- und Grubenbahnen und die Geschichte ihrer Betriebe. 1. Auflage. 2005, S. 9.
  4. Buchtal AG, 92521 Schwarzenfeld. 28. August 1989, abgerufen am 10. Juni 2017.
  5. Loco-Revue n°242 jui/aoû 1964. In: 1001mags.com. Abgerufen am 10. Juni 2017 (französisch).
  6. Deutz 58240. In: rangierdiesel.de. Abgerufen am 10. Juni 2017.
  7. Die Anschlußbahn Schwarzenfeld – Tonwerk Buchtal (m21B). 6. November 2014, abgerufen am 10. Juni 2017.
  8. Bundesbahndirektion Regensburg. Staatsarchiv Amberg. Abgerufen am 10. Juni 2017.
  9. feuerwehr-marktredwitz.de
  10. drehscheibe-online.de
  11. Strecke von Neukirchen (b. Sulzbach-Rosenberg) nach Schwandorf, in: Das große Archiv der Eisenbahnstrecken in Deutschland, GeraMond, München.
  12. Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie: Freistaat Bayern schreibt Diesel-Zugleistungen auf dem Schienennetz in Nordostbayern aus (Memento vom 24. Juli 2011 im Internet Archive). Pressemitteilung vom 11. Februar 2008.
  13. Bahnaktuell.net:„PESA Link II ab 2014 zwischen Regensburg und Marktredwitz bzw. Schirnding“
  14. Bundesschienenwegeausbaugesetz
  15. Projektinformationssystem (PRINS) zum Bundesverkehrswegeplan 2030, Stand August 2016
  16. Bundesverkehrswegeplan 2030, Stand März 2016
  17. Zughalt.de: Neuer Haltepunkt „Regensburg Walhallastraße“ ab 2017 geplant, 6. Februar 2012, abgerufen am 19. November 2013.
  18. Mittelbayerische Zeitung Regensburg: Walhalla-Bahnhof kommt mit Verspätung, 10. April 2016, abgerufen am 26. September 2016.
  19. Mittelbayerische Zeitung Regensburg: DB: Norden Regensburgs bleibt abgehängt, 10. März 2018, abgerufen am 12. März 2018.