Bärenspieß

historische Kaltwaffe

Der Bärenspieß (auch Bäreisen) ist eine historische Blankwaffe, die zur Jagd auf Bären bestimmt ist.[1]

Bärenspieß
Karhunpyyntiä talvella.jpg
Angaben
Waffenart: Stangenwaffe
Bezeichnungen: Bäreisen
Verwendung: Jagdwaffe
Einsatzzeit: bis aktuell
Ursprungsregion/
Urheber:
Deutschland
Verbreitung: Europa
Gesamtlänge: ca. 230 cm, variabel
Klingenlänge: ca. 30 cm, variabel
Griffstück: Holz, Leder, Metall, ca. 200 cm
Besonderheiten: Schaft mit Lederstreifen umwickelt, Knebel an der Klinge oder dem Schaft
Listen zum Thema
Jagdszene: Bärenspieß bei der Jagd gebrochen

BeschreibungBearbeiten

Der Bärenspieß ist ein Spieß, der zu historischen Jagdwaffen zählt. Die Klinge ist breit und zweischneidig. Zwischen Klinge und Schaft ist ein kräftiger Knebel angebracht, der ein zu tiefes Eindringen der Waffe verhindert. Der bis zu zwei Meter lange Schaft ist üblicherweise kreuzweise mit Schnüren umwickelt, um die Griffigkeit zu gewährleisten.

In der Oekonomischen Encyklopädie von Johann Georg Krünitz (1773–1858) steht dazu:

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AbgrenzungBearbeiten

Der Bärenspieß wird (selten) als Symbol in der Heraldik (Hochmeister Friedrich von Sachsen) benutzt. Der Bärenspieß als Mahlzeit taucht gelegentlich in Kochbüchern oder Speisekarten auf.

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Michel Pastoureau: L’ours, histoire d’un roi déchu. (Buch mit Inhalten zur historischen Bärenjagd), Paris 2007, (franz.), ISBN 978-2-02-021542-8. Deutsch: Der Bär. Geschichte eines gestürzten Königs. Wunderkammer Verlag, Neu-Isenburg 2008, ISBN 978-3-939062-09-7.
  • Peter Maier: Waidhofen a.d.Ybbs. Spuren der Geschichte. Herausgegeben vom Magistrat Waidhofen an der Ybbs, 1. Auflage 2006

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bärenspieß und Sauspieß im Deutschen historischen Museum